HUDE - „Verärgert und stinksauer“ sind Landwirte in der Gemeinde Hude über das Verhalten von Motocrossfahrern, die es immer wieder darauf anlegen, mit ihren Maschinen über die privaten Flächen der Bauern zu heizen und dabei gravierende Schäden an den Kulturen hinterlassen.

Bereits im vergangenen Jahr haben sich einige Landwirte aus der Gemeinde zusammengetan und einen Fahrer ausfindig gemacht. Dieser wurde eindringlich auf sein „ungeheuerliches Verhalten“ und die von ihm verursachten Schäden hingewiesen. „Offensichtlich haben aber solche Ermahnungen wenig Erfolg“, bedauern Ralf Haverkamp aus Lintel und Joachim Strodthotte aus Hude.

Denn auch in diesem Herbst und Winter fanden wieder Rennen durch den angrenzenden Staatsforst Reiherholz und über die Felder statt. Bereits mehrfach haben die Landwirte die Polizei Hude auf diesen Umstand aufmerksam gemacht. Weil die Ordnungshüter jedoch kaum Chancen haben, die Übeltäter auf frischer Tat zu ertappen, sind ihnen weitgehend die Hände gebunden.

Die örtlichen Landwirte werden nun verstärkt darauf achten, dass die Kennzeichen der Fahrzeuge ermittelt und die Halter dann zur Anzeige gebracht werden, kündigen Haverkamp und Strodthotte an. Die finanziellen Schäden an den auf den Flächen vorhandenen Kulturen sollen ebenso wie die Beseitigung der Fahrspuren von den Tätern eingefordert werden.

Es sei nicht begreifbar, dass „bei Menschen, die intelligent genug sind, den Motorradführerschein zu bestehen, der Verstand so weit aussetzt, dass Natur und Landschaft ohne Rücksicht auf Verluste beansprucht werden“, empören sich Haverkamp und Strodthotte. Auch die staatliche Forstverwaltung haben die betroffenen Landwirte bereits auf den Frevel hingewiesen.