HUDE - Die Wege durch die Europäische Union und ihre Instanzen sind manchmal kompliziert – die Wege durch den Antragsdschungel erst recht. Was EU-Förderprogramme für Partnerschaftsaktivitäten angeht, wurde im Huder Rathaus am Dienstag versucht, zumindest ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Die Oldenburger Firma „Mcon“ und die Nationale Kontaktstelle Deutschland für das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ informierten über verschiedene Fördermöglichkeiten für Städtepartnerschaften.
15 Vertreter von Gemeinden, Landkreisen und Vereinen aus der Region waren nach Hude gekommen, um sich im Rathaus Tipps und Ratschläge zu holen. Ein Schwerpunkt lag auf dem Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ (EfBB), über das Christine Wingert-Beckmann von der Nationalen Kontaktstelle aus Bonn informierte.
„Europa erleben, verstehen, diskutieren und gestalten“ seien Ziele und Themen des Programms, so Wingert-Beckmann. Dazu gehöre auch der Bildungsanspruch. „Nicht nur feiern und kennenlernen, sondern sich auch mit verschiedenen Themen auseinandersetzen – wie Demokratie oder Menschenrechte“, erläuterte sie.
Förderfähig seien zum Beispiel Bürgerbegegnungen und -projekte sowie Städtepartnerschaften. Allein für diesen Bereich ständen für den Programmzeitraum von sieben Jahren 215 Millionen Euro zur Verfügung.
Kathrin Alteruthemeyer von der Beraterfirma Mcon informierte im Anschluss über weitere europäische Programme wie „Jugend in Aktion“. „Es gibt eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten“, begründete sie den Informationsbedarf der Teilnehmer. „Wir wollten einen Überblick geben – und Hilfe bei der Einschätzung, welches Förderprogramm jeweils geeignet ist“, erklärte sie.
Die Idee zur Infoveranstaltung in Hude sei aus der Beratungspraxis heraus entstanden. „Zum EfBB-Programm haben viele immer wieder Fragen gehabt“, sagte Alteruthemeyer. „Und die Gemeinde Hude hatte 2010 im Rahmen des Programms eine große Jugendbegegnung durchgeführt.“ Deswegen habe man sich für Hude als Ausrichtungsort für den Dienstag entschieden, am Mittwoch folgte dann eine Informationsveranstaltung in Scharnebeck. Mit der Resonanz in Hude war Alteruthemeyer zufrieden: „Es gab sehr viele Rückfragen.“
Begrüßt worden war die Gruppe vom Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Wolfgang Martens. Er hob die Bedeutung von Partnerschaften hervor. „Es ist sehr wichtig, dass die Menschen die Partnerschaft mit Leben erfüllen“, sagte er.
