HUDE - Das macht ihm so schnell keiner nach: Egon Schwarting blickt auf eine außergewöhnliche Karriere im Schützenwesen zurück. 48 Jahre lang hat sich der Huder ehrenamtlich in führenden Positionen engagiert, im Juni hat er bei den Huder Grünröcken bereits zum vierten Mal die Regentschaft als Schützenkönig übernommen. „Das wird wohl einmalig bleiben“, schätzte der Präsident des Oldenburger Schützenbundes (OSB), Josef Rolfes. Er war am Donnerstag nicht nur zu Gast bei Egon Schwarting, um dem Hausherrn zum 75. Geburtstag zu gratulieren. Rolfes nutzte die passende Gelegenheit, um ihm in Anerkennung seiner Verdienste zum Ehrenmitglied des Nordwestdeutschen Schützenbundes zu ernennen und die dazugehörige Urkunde auszuhändigen. Zu den ersten Gratulanten gehörten Vize-Präsidentin Maria Vogelsang, OSB-Damenleiterin Edith Cording und Hudes Schützenvereinsvorsitzender Frank Auffarth.
Josef Rolfes bezeichnete Egon Schwarting als „wahres Urgestein“. Er ließ noch einmal Schwartings Stationen Revue passieren und hob dabei besonders dessen Einsatz für den Schützennachwuchs hervor: Von 1954 bis 1970 war Schwarting Jugendleiter des Schützenvereins Hude, von 1955 bis 1971 übte er diese Funktion auch im Schützenkreis Delmenhorst und von 1960 bis 1991 im Oldenburger Schützenbund aus. Von 1964 bis 1991 war er Mitglied im Landesjugendausschuss. Vier Jahre (1970 bis 1974) lang fungierte er als 2. Vorsitzender in Hude. Als Schriftführer des Oldenburger Schützenbundes wirkte Schwarting von 1989 bis 2002 – bei seinem Ausscheiden wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Jetzt folgte die Ehrenmitgliedschaft im übergeordneten Verband. Dem Nordwestdeutschen Schützenbund gehören 150 000 Mitglieder an.
Egon Schwarting betonte, dass sein Engagement ohne seine Frau Edith nicht möglich gewesen wäre. Sie habe ihn immer unterstützt – das tut sie jetzt sogar als Schützenkönigin: Erstmals in der Geschichte des Huder Vereins fungiert ein Ehepaar als Majestäten. Eine weitere Besonderheit in Egon Schwartings Schützen-Vita.
