HUDE - Der Zugang zum Tunnel soll barrierefrei werden. Die Rampe bekommt eine Abzweigung.
Von STephan Onnen
HUDE - Heinz Mazur von der Planungsgemeinschaft Dr. Theine (Hannover) ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden: Der Diplom-Ingenieur hat sich die Umgestaltung des Huder Bahnhofsplatzes vorgenommen. Dabei gilt es, einen barrierefreien Zugang zum Bahnhofstunnel zu schaffen, auf dem beengten Platz einen ausreichenden Radius für moderne Niederflur-Gelenkbusse vorzusehen, Behindertenparkplätze anzulegen, die Fahrradstellplatz-Situation zu verbessern, die Wochenmarktstände zu berücksichtigen und gleichzeitig für eine angenehme Verweil-Atmosphäre zu sorgen. Angesichts dieser Vorgaben war mit der Planung „kein Schönheitspreis zu gewinnen“, ahnte Bürgermeister Axel Jahnz.Doch was Mazur am Mittwochabend dem Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt vortrug, konnte sich durchaus sehen lassen: „Die planerische Denksportaufgabe ist gut gelöst“, lobte Ulrike Janz-Janzen (SPD) das „spannende Konzept“. Umgebaut werden soll nach den Bedingungen der Landesnahverkehrsgesellschaft, um an höchstmögliche Fördermittel zu kommen. Diese Bedingungen sehen vor, dass Gelenkbusse das Areal umfahren können. Um das zu ermöglichen, soll die farblich hervorzuhebende Fahrbahn – ausgehend von der bestehenden Zufahrt – in Form einer „6“ geführt werden. Folglich wird der Platz durch Fahrbahn und Haltestelle geteilt. Innerhalb des „bauchigen“ Bereiches sollen Behindertenparkplätze entstehen. Das derzeit etwa neunprozentige Gefälle der Rampe zum Bahnhofstunnel soll auf sechs Prozent abgemildert werden. Das bedingt eine Verlängerung der Rampe, deren Einfahrt künftig direkt von der Fußgängerampel an der Parkstraße aus erfolgen soll. Gleichzeitig erhält die Rampe eine Kurve, die
das Einfahren in den Tunnel aus Richtung „Zeitstrahl“ ermöglicht. Höhenunterschiede auf dem Platz sollen durch Sitzblockstufen überwunden werden können. Beherrschendes Gestaltungselement soll die vorhandene Sonnenuhr sein, die indes trotz starker Bodenverankerung ein wenig verschoben werden müsste.
Die Kosten der Umgestaltung bezifferte der Planer mit 390 000 Euro, die durch die Aussicht, dass bis zu 75 Prozent aus Mitteln nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) bezuschusst werden können, erträglicher werden. Der Haken dabei: Die Förderquelle versiegt bald – daher muss die Gemeinde bis zum 31. Mai einen Antrag bei der Landesnahverkehrsgesellschaft einreichen. Dass das passieren soll, dafür votierte der Ausschuss. Nur Wilfried Siems und Horst Linnemann (CDU) stimmten dagegen.
Kritik an Kosten in Höhe von 390 000 Euro
