HUDE - Die Grundstücke sind 700 bis 1437 Quadratmeter groß. Im Mai beginnt die Erschließung. Erlaubt sind Eigenheime mit bis zu zwei Wohneinheiten.
Von Matthias Kosubek
HUDE - Die Grenzsteine sind gesetzt und auch die im Bebauungsplan nicht als erhaltenswert eingetragenen Bäume wurden gefällt. Die Vorbereitungen zur Erschließung des knapp einen Hektar großen Baugebietes an der Lessingstraße haben begonnen.Nachdem der Bebauungsplan Nr. 17 Hohe Lucht/Lessingstraße/Humboldtstraße am 30. Juni vergangenen Jahres vom Rat beschlossen und am 9. September rechtskräftig wurde, steht das Gebiet nun kurz vor der Bebauung. Die Erbengemeinschaft, die bisher Eigentümerin das Areals war, hat den größten Teil an die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) verkauft. Die NLG ist ein gemeinnütziges Unternehmen zur Entwicklung des ländlichen Raumes mit dem Hauptsitz in Hannover und mehreren Geschäftsstellen, unter anderem in Oldenburg.
An der Lessingstraße gibt es zehn Bauplätze zur Bebauung mit Einfamilienhäusern, berichtete der verantwortliche Projektleiter der NLG Oldenburg, Jonas Werner. Der Bebauungsplan erlaubt nur frei stehende Häuser bei eingeschossiger Bebauung mit maximal zwei Wohneinheiten. Die Bauplatzgrößen schwanken zwischen 700 und 1437 Quadratmetern. Die Preise richten sich nach der möglichen Ausnutzbarkeit der Bauplätze.
Mit der inneren Erschließung des Gebietes wird im Mai begonnen. Die Ausschreibungen laufen in Kürze. Es werden Abwasserkanäle, Wasserleitungen, Stromkabel und Fernmeldeleitungen verlegt. Danach werden die Erschließungsstraßen gepflastert. Das Oberflächenwasser wird nicht gesammelt, sondern muss auf den Grundstücken versickern. Von außen zugänglich wird das Gebiet von zwei Seiten: durch einen lange umstrittenen Walldurchbruch und über einen Wendehammer am Ende der Heinestraße. Bereits in diesem Jahr kann also mit dem Bau der ersten Eigenheime begonnen werden.
Mit dem bereits seit längerem geplanten Ausbau der Lessingstraße, so Thomas Settelmeier vom Bauamt der Gemeindeverwaltung, werde man noch so lange abwarten, bis der Baustellenverkehr weitgehend abgeschlossen ist, es sei denn, die Bauphase bei den Wohnhäuser zöge sich über mehrere Jahre hin. Ähnlich wie beim Klosterweg wird es vor dem Ausbau Anliegerversammlungen geben. In Kürze werde eine solche Versammlung mit den Anliegern der Röntgenstraße stattfinden, die ebenfalls ausgebaut werden soll.
Die verkehrsgünstige Lage innerhalb einer gewachsenen, naturnahen Struktur hat nach Auskunft der NLG den Ausschlag für das Engagement an der Lessingstraße gegeben, teilte Werner mit. In einem Gespräch zwischen der NLG und der Gemeinde sei deutlich gemacht worden, wie wichtig und erhaltenswert der dortige Naturraum ist. Die Gemeinde legt daher Wert darauf, dass die NLG die vorhandene Struktur mit den vielfältigen schützenswerten Natur- und Landschaftselementen erhält. Dies soll bei der Bebauung Berücksichtigung finden. Insbesondere wurde noch einmal auf die Festsetzungen des Bebauungsplanes hingewiesen und dass keine Befreiungen gegen die Natur ausgesprochen werden.
Interessenten für die Bauplätze erreichen die NLG unter Telefon 0441/95094-29.
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NWZ/LANDKREIS/HUDE 1
