Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

BAUSTELLE Kleiner Fehler entfaltet große Wirkung

HUDE - Gemeinde und Wasserverband lehnen eine Verantwortung für die Panne ab. Die Bestandspläne für das Kanalnetz seien korrekt, teilte der OOWV mit.

Von Andreas Naaf

HUDE - Auf eine erneute Geduldsprobe wurden gestern die Autofahrer auf der Huder Parkstraße gestellt. Wie schon in der vergangenen Woche mussten sie wegen einer halbseitigen Sperrung der Fahrbahn Wartezeiten vor einer mobilen Ampelanlage in Kauf nehmen. Auch Fußgänger und Radfahrer waren gezwungen – wie schon in der Vorwoche – unfreiwillig die Straßenseite zu wechseln.

Grund für die Aufregung waren offenbar falsche Planungsunterlagen. Wegen der unklaren Daten hatte die zuständige Baufirma beim ersten Anlauf einen nicht passgenauen Schmutzwasserschacht mit zur Baustelle gebracht (die NWZ berichtete). Daher musste der Bauunternehmer die Fahrbahn – zu seinem eigenen Missfallen – gestern erneut aufreißen.

Die Schuldfrage war indes nicht eindeutig zu klären, die beteiligten Parteien schoben sich den Schwarzen Peter gegenseitig zu. Aus dem zuständigen Planungsbüro, der Firma NWP in Oldenburg, hieß es gestern, man habe die Daten über die Schmutzwasserkanäle vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) übernommen und diese in den weiteren Planungsschritten auch nicht verändert.

Ganz andere Töne kamen dagegen vom OOVW, der seit 1999 für die Schmutzwasserentsorgung in Hude zuständig ist. Der bestätigte zwar, die Bestandspläne zur Verfügung gestellt zu haben, bestritt aber vehement, dass diese fehlerhaft seien. „Es gibt keine Fehler in den Plänen“, sagte Axel Frerichs, OOWV-Abteilungsleiter Süd auf Anfrage, „bei normaler Planung kann es eigentlich kein Problem geben“.


Warum falsche Pläne zugrunde gelegt worden sind, ist auch der Huder Gemeindeverwaltung ein Rätsel. Sie sieht sich jedoch keineswegs in der Verantwortung. Die Gemeinde habe alle Bestandspläne vor sechs Jahren an den OOWV abgegeben, erläuterte Thomas Settelmeier von der Bauverwaltung. Die Gemeinde sei auch gar nicht für die Baumaßnahme zuständig, sie begleite sie lediglich.

Trotz der folgenreichen Panne der vergangenen Woche hofft die Erste Gemeinderätin Maritta Bogun, dass sich Verkehrsbehinderungen im Zusammenhang mit der Lidl-Markt-Baustelle künftig in Grenzen halten. Die Gemeinde wolle dafür sorgen, dass weitere Beeinträchtigungen nicht auf die Wochenenden fallen. „Wir möchten Rücksicht auf die Belange des Gewerbe- und Verkehrsvereins nehmen und das Weihnachtsgeschäft möglichst wenig stören“, sagte Bogun. Die Gemeinde werde im Hinblick auf die zentral gelegene Baustelle auf jeden Fall „weiter am Ball bleiben“, versprach die Erste Gemeinderätin.

MArkt soll in der ersten Dezemberwoche fertig sein

Die Bauarbeiten

am neuen Lidl-Supermarkt sollen voraussichtlich in der ersten Dezemberwoche abgeschlossen sein. Am Mittwoch äußerte sich Investor Wilhelm Krischel zufrieden über den Baufortschritt: „Es ist bislang alles planmäßig verlaufen.“

Insgesamt

umfasst der Discounter eine Fläche von 1295 Quadratmetern. Davon stehen 1000 Quadratmeter als Verkaufsfläche zur Verfügung.

Die Ansiedlung

des neuen Supermarktes auf dem Webke-Hof- Gelände hatte der Huder Gemeinderat im vergangenen Jahr durchaus kontrovers diskutiert Vor allem die vier kleinen Fraktionen (FDP, LBfH, Grüne und Kreusel-Brüder) hatten sich gegen einen Neubau in der nun geplanten Version ausgesprochen. In der entscheidenden Ratssitzung im September 2004 stimmten am Ende sieben Ratsmitglieder gegen den Bebauungsplan Nr. 15 i.

Für die Abwicklung

der Baumaßnahme ist der Investor zuständig. Das regelt ein städtebaulicher Vertrag zwischen ihm und der Gemeinde. Somit ist der Investor auch für die rechtzeitige Fertigstellung des Objekts verantwortlich.
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Ins DLV–EM-Team berufen: Talea Prepens

LEICHTATHLETIK DLV nominiert Talea Prepens doch noch für EM

Steffen Szepanski
Cloppenburg
Ziel des Neugeborenenhörscreenings mit angeschlossenem Tracking ist es, schwerhörige Kinder möglichst innerhalb der ersten sechs Lebensmonate zu behandeln – beispielsweise mit einem Cochlea-Implantat.

OLDENBURGER HÖRZENTRUM FORDERT LANDESWEITE UNTERSUCHUNGEN Trotz Anspruchs – 86 Prozent der Babys werden nicht auf Schwerhörigkeit getestet

Anja Biewald
Oldenburg
Michaela Dirks ist Vorsitzende des Vereins Transplant-Kids in Wiesmoor.

TRANSPLANT-KIDS AUS WIESMOOR ÜBER ORGANSPENDEN In Deutschland gibt es im europäischen Vergleich nur wenige Organspender

Katrin Von Harten-Wübbena
Wiesmoor
Interview
Gilt als Kämpferin für Behindertenrechte: die Europa-Abgeordnete Katrin Langensiepen (Grüne) vor dem Werbeplakat „Ein Fest für Europa“ am Kröpke in Hannover

EUROPA-ABGEORDNETE KATRIN LANGENSIEPEN (GRÜNE) Sie kämpft in der EU für die Rechte der Menschen mit Behinderung

Stefan Idel Büro Hannover
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

FUSSBALL IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden