HUDE - In der Pause gibt es, natürlich, Milchprodukte: 15 Absolventen des Zukunftstages erfreuen sich am Donnerstag bei der Firma Urban in Wüsting an Kakao und Joghurt. Wir denken auch da an die Landwirtschaft, betont Thomas Sprock, Geschäftsführer des auf Fütterungstechnik für Kälber spezialisierten Unternehmens. Gut verdaut haben die Schülerinnen und Schüler auch die Fülle von Informationen, die ihnen an diesem Tag vermittelt werden. Alexander Sprung und Tobias Becker, die bei Urban im dritten Lehrjahr als Elektroanlagenmonteure ausgebildet werden, stellen den Betrieb vor. Unter ihrer Anleitung dürfen die Schüler sogar einen Zusatzdosierer für Kälbertränkeautomaten zusammenbauen.
Ziemlich spannend findet es Lisa (14), für einen Tag den Füller gegen die Bohrmaschine zu tauschen. Die Achtklässlerin besucht die Realschule Kreyenbrück in Oldenburg. Sie nutzt den Zukunftstag gemeinsam mit ihrer Freundin Joyce (13), um sich über einen technischen Beruf zu informieren. Ein Bekannter ihrer Mutter, der bei Urban arbeitet, hat ihr den Platz vermittelt. Die beiden Oldenburgerinnen zählen zu den fünf Mädchen innerhalb der 15-köpfigen Gruppe.
Ausschließlich Mädchen kommen derweil bei der Firma Labom in Hude zum Zuge. 25 Schülerinnen nutzen die Gelegenheit, am Girls Day hinter die Kulissen des Betriebes zu sehen. Labom baut seit über 40 Jahren Mess- und Überwachungssysteme für den industriellen Einsatz. Insgesamt sind in dem Unternehmen rund 30 Prozent Frauen beschäftigt, in den gewerbetechnischen Berufen sind es nur etwa 15 Prozent.
Wir sind sehr an weiblichem Nachwuchs interessiert, so eine Sprecherin des Unternehmens, daher freuen wir uns über die große Nachfrage beim Girls Day. Unsere Auszubildenden führen die Mädchen in kleinen Gruppen durch den Betrieb.
Die jungen Frauen gehen in die siebte bzw. achte Klasse einer Realschule oder eines Gymnasiums und kommen aus Delmenhorst, Oldenburg und zwei sogar aus Bremen. Alle Gruppen schnuppern im Laufe des Tages in die Bereiche Entwicklung, Elektronik, Fertigung und Zerspanung hinein.
Labom und Urban sind zwei Beispiele für zahlreiche Firmen in der Gemeinde, die Schülern am Donnerstag Gelegenheit zur Berufsorientierung gaben. Für uns ist es wichtig, als Ausbildungsbetrieb wahrgenommen zu werden, denn wir setzen auf eigenen, gut motivierten Nachwuchs, betont Urban-Geschäftsführer Thomas Sprock.
