HUDE - Reiner Backenköhlers Lachen ging am Sonntagmittag durch die Räume der neuen Kindergrippe in Hude – und die Gäste kam en einfach nicht umhin, mitzulachen. Der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde war bestens gelaunt. Nach einem von Kindern mitgestalteten Gottesdienst in der St. Elisabeth-Kirche, weihte er gemeinsam mit Bürgermeister Axel Jahnz und dem Gemeindekirchenrat im Kindergarten „Regenbogeninsel“ die neue Kinderkrippe ein.

Begeistert berichtete er von „den Minisofas und den tollen Schlafräumen“ in den umgebauten Räumen des evangelischen Kindergartens. Besonderer Clou sind Podeste, die drei Ebenen einnehmen und sich wellenähnlich durch den Raum schwingen. Unter ihnen sind die Betten verstaut. Nur wenn sie auch gebraucht werden, werden sie hervorgeholt, sonst können die Kinder dort klettern und spielen. „Stein und Holz wurden getragen von den Mitarbeitern, die eine tolle Arbeit geleistet haben“, sagte Backenköhler, denn mitten im Arbeits-Alltag seien die Räume umgebaut worden, die vorher eine Kindergartengruppe beherbergten.

Warum die Gemeinde eine Kinderkrippe benötigt, zeigten die Zahlen der bereits eingegangenen Anmeldungen fürs nächste Jahr, sagte Anke Jacobs, Leiterin der „Regenbogeninsel“: Es gebe einen großen Bedarf an Krippenplätzen für unter Dreijährige. „Für berufstätige Eltern werden die Krippen immer mehr zur wirtschaftlichen Notwendigkeit“, machte Jacobs klar.

Zum Dank verteilte der Gemeindekirchenrat Rosen an alle 18 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kindergartens. Mechthild Walk, Vorsitzende des Kindergartenausschusses, schenkte außerdem jeder Gruppe der „Regenbogeninsel“ eine Kinderbibel.

„Ich kenne diesen Kindergarten nun schon seit 25 Jahren“, sagte Bürgermeister Axel Jahnz. „Zusammenhalt und Offenheit werden hier gepflegt“, lobte er. Der evangelische Kindergarten sei mitführend in der Kindergartenarbeit, „aber auch nur, wenn Menschen mitgestalten“, betonte der Bürgermeister und wünschte allen Beteiligten schließlich „immer frohe Gedanken und viel Tatendrang!“


An die Einweihung schloss sich ein „Tag der offenen Tür“ mit einem kleinen Weihnachtsbasar an, bei dem Eltern und Kinder selbst gestaltete Weihnachtsdeko verkauften. Der Erlös soll in einen Krippenwagen umgesetzt werden, „den wir unbedingt brauchen“, so Leiterin Anke Jacobs.