HUDE - Die erneuerbaren Energien werden sich in den nächsten Jahren zu einem Jobmotor entwickeln – erwartet wird, dass bis 2020 die Zahl der Arbeitsplätze in dieser Branche auf eine halbe Million aufgestockt wird. Ein riesiges Potenzial also für gute Fachkräfte in ganz unterschiedlichen Berufen wie Elektroniker, Anlagenmechaniker SHK (Sanitär/Heizung/Klima) und Industrie, Fahrzeugtechnik-Mechatroniker, aber auch Dachdecker und Maurer. Darauf reagieren die Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen mit einem Projekt zur praktischen Berufsorientierung, das in Kooperation mit dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) allen acht Realschulen im Landkreis angeboten wurde. „Wir möchten Jugendlichen Einblicke in Berufsfelder des gewerblich-technischen Bereiches geben und ihnen die Anforderungen der Arbeitswelt näher bringen“, erläutert Fachlehrer Holger Adomat.
Die Huder Peter-Ustinov-Schule hat die Kooperationsmöglichkeit gerne aufgegriffen: Gemeinsam mit Lehrer Christian Meyer (Fachbereichsleiter Arbeit/Wirtschaft/Technik) war die Klasse 9 Rc jetzt zu Gast in Wildeshausen, um sich über die Arbeit mit zukunftsweisenden Technologien zu informieren. Die Schülerinnen und Schüler durften unter Anleitung eine Photovoltaikanlage auf einem Schrägdach montieren. Großes Interesse fand das Blockheizkraftwerk der BBS, das seit Oktober 2009 in Betrieb ist. „Das BHKW ist die Energiezentrale der Zukunft für Einfamilienhäuser“, erläuterte Adomat. Solche Mini-Kraftwerke würden EDV-gesteuert – hier komme der Vernetzung zwischen Elektrotechnik und Energieeffizienz eine besondere Bedeutung zu. Weil bei der Installation innovativer Technik nach wie vor handwerkliche Fähigkeiten und Kenntnisse unverzichtbar sind, erhielt die Huder Klasse auch eine Einführung in technischer Grundbildung und Bautechnik: So durften die Mädchen und Jungen Bilderrahmen herstellen und wie Zimmerleute eine Balkenlage aufbauen. Auch die Präsentation ihrer Arbeiten gehörte zum achtstündigen Projekttag. „Die Schüler waren begeistert“, resümiert Adomat. Die Zusammenarbeit zwischen BBS und Allgemeinbildenden Schulen soll künftig weiter intensiviert werden.
