HUDE - Der Briefmarkenverein Lemwerder möchte für die Sammelleidenschaft begeistern. Die Philatelisten wollen noch einen weiteren Tauschtag in Hude anbieten.
von Frank Jacob
HUDE - Erstmals fand am vergangenen Sonntag in Hude ein Tauschtag für Briefmarkensammler statt, organisiert wurde die Veranstaltung vom Briefmarkenverein Lemwerder. Ziel war es, erläuterte Vorsitzender Axel Kaufmann, Sammler aus Hude und der Umgebung kennen zu lernen.Zwei der neun Vereinsmitglieder leben in der Gemeinde Hude und wissen, dass es dort viele Briefmarkensammler gibt. Dennoch war die Resonanz im Kulturhof verhalten. „Ich werde aber noch einen Versuch starten“, versicherte Kaufmann, zumal in Hude kein eigener Verein existiere.
Mit Lupe und Pinzette sowie einem Standardwerk wie dem Michel waren die Mitglieder des Vereins in den Kulturhof gekommen. „Mit dem Michel kann man die Wertigkeit und das Alter einer Briefmarke bestimmen“, erklärte Kaufmann. Ausgebreitet vor den Sammlern lagen Alben voller doppelter Marken.
Allein 20 von ihnen hatte Erwin Logemann mitgebracht. „Ich habe in jungen Jahren schon einmal angefangen zu sammeln“, erzählte der Huder. Aufgrund seines Berufes habe ihm dann aber die Zeit gefehlt, das Hobby weiter zu betreiben. Erst jetzt, im Rentenalter, widme er sich wieder verstärkt seinem Steckenpferd.
Auch Axel Kaufmann hat bereits als Schuljunge die Leidenschaft für Briefmarken entdeckt. „Dann wollte ich meine Sammlung zu Taschengeld machen, aber meine Mutter sagte: Nein.“ Seit den 70er Jahren beschäftigt er sich inzwischen wieder intensiver mit dem Hobby.
In Hude versuchte der Vorsitzende aus Lemwerder auch Nachwuchs für die Sammelleidenschaft zu begeistern. Die fünfjährige Paula aus Hude, die mit ihren Eltern den Tauschtag besuchte, durfte sich einige von Kaufmanns doppelten Marken aussuchen.
„Unsere Tochter hat angefangen zu sammeln. Jetzt sind wir mit ihr hierher gekommen, damit sie sieht, dass das auch noch andere Leute machen“, sagte Paulas Mutter, die selbst als Kind Briefmarken sammelte. Paula gefällt an den Marken vor allem, „dass sie schön aussehen“.
