HUDE - Ob lose verlegte Kabel oder die Falten im Wohnzimmerteppich: In den eigenen vier Wänden gibt es mehr Stolperfallen und Sturzgefahren, als man gemeinhin denkt. Jemandem, der gut sieht und voll und ganz beweglich ist, macht das nicht viel aus – für ältere, sehbehinderte oder in ihrer Bewegung eingeschränkte Menschen können diese Fallen im eigenen Haus böse enden.

Tipps für Training

„Sicher zu Hause bewegen – Sturzgefahren erkennen und vorbeugen“ ist der Titel einer Nachmittagsveranstaltung der Huder Diakonie-Sozialstation, die am 8. Februar alle Interessierten näher informieren möchte. Die Veranstaltung ist Teil eines Seminars für pflegende Angehörige, das Imke Högermann, Lehrerin für Pflegeberufe, und Elisabeth Loch, Pflegedienstleiterin der Diakonie-Sozialstation, leiten.

Sie klären unter anderem darüber auf, wie die Kleidung und die Wohnungseinrichtung das Risiko eines Unfalls beeinflussen. Tipps gibt es außerdem zu geeignetem körperlichen Training, das zu mehr Vertrauen in die eigene Beweglichkeit führt. „Es geht darum, auch im Alter Muskeln aufzubauen“, erläutert Imke Högermann. „Dadurch kommt man aus der Gefährdung auch wieder heraus.“ Ein großes Problem sieht sie darin, dass zum Beispiel ältere Menschen oft erst unbeweglich gemacht und körperlich nicht gefördert würden.

Früh Hilfe annehmen


Regelmäßig bietet die Diakonie Seminare speziell für pflegende Angehörige an. „Viele versuchen so lange wie möglich alles selber zu machen und merken nicht, dass sie sich überfordern“, so die Erfahrung von Elisabeth Loch. Ihr Anliegen ist es, Betroffene dazu zu bewegen, möglichst früh Hilfe anzunehmen. „Man muss viele Sachen auch wissen, um überhaupt Hilfe holen zu können“, ergänzt Imke Högermann. „Oft wissen die Angehörigen gar nicht, dass es bestimmte Leistungen gibt.“ Im Blickpunkt der Seminare stehe daher auch immer die Entlastung der pflegenden Angehörigen.

Individuelle Beratung

Die Veranstaltung beginnt am Montag, 8. Februar, um 16 Uhr und dauert zwei Stunden. Das Seminar findet in der Huder Diakonie-Sozialstation (Parkstraße 52) statt und ist kostenlos. Auf Wunsch werden auch individuelle Pflege-Situationen besprochen. Interessierte können sich bei Imke Högermann ( 04221/10148377) oder Elisabeth Loch ( 04408/60707) anmelden.