HUDE - Eigentlich sollten am Sonnabend zahlreiche Bürger Hude von Müll und Unrat befreien. Aber das schlechte Wetter machte den Helfern einen Strich durch die Rechnung. Schließlich beteiligten sich lediglich zwölf Huder an der diesjährigen „Aktion sauberer Kernort“, unter ihnen auch Bürgermeister und Initiator Axel Jahnz. Gut zweieinhalb Stunden sammelten die Freiwilligen bei der mittlerweile dritten Aktion herumliegenden Müll ein – anfangs im strömenden Regen.

Die Helfer suchten die Langenberger Straße, die Parkstraße inklusive Bahnhofsvorplatz, Auf der Nordheide sowie die Vielstedter Straße von Schote bis zur Ulmenstraße nach Müll ab. Zur Ausbeute gehörten Kleinmüll, Plastik, Flachmänner. Zwei alte Fahrräder, Autofelgen und ein beschädigter Leitpfosten wurden ebenfalls eingesammelt. Der Unrat füllte zahlreiche Säcke. Insgesamt kam eine Anhängerladung zusammen.

„Es ist traurig genug, wie viele Menschen achtlos etwas wegwerfen“, sagte Bürgermeister Axel Jahnz. Besonders ärgerten sich die Sammler über mehr als 500 Schnapsflaschen, die im Bereich der Unterführung Langenberg entdeckt wurden. „Das ist eine unglaubliche Menge“, schimpfte der stellvertretende Bürgermeister Peter Zwiener.

Paula Berendt (zehn Jahre) und ihr Bruder Peer (zwölf) waren die jüngsten Helfer bei der Aktion. Auf ihrer Müllsammeltour befreiten die Geschwister Gräben, Gebüsch und Straßenränder von Unrat. „Ich finde das nicht gut von den Menschen, dass die ihren Müll da so hinschmeißen“, sagt Paula empört. Zugleich ist sie stolz, dass nach der Aktion „nicht mehr so viel Dreck herumliegt“. Ihr Bruder Peer versteht nicht, wie über fünfhundert Flaschen im Gebüsch entsorgt werden können. „Man sollte da wenigstens eine Mülltonne aufstellen“, schlägt der Zwölfjährige vor. Im Anschluss an die Sammelaktion stärkten sich die Helfer bei einer heißen Suppe und Getränken.

Auch die Aktionsgemeinschaft für Hude (AGfH) wollte sich an der Aktion beteiligen und das Bahnhofsgelände säubern. Dort ist der Zutritt nur in Begleitung eines Bahn-Mitarbeiters erlaubt. Aufgrund des schlechten Wetters wurde der AgfH jedoch untersagt, das Gelände zu betreten. Die Säuberung soll in Kürze nachgeholt werden.