HUDE - Mit einer neuen Köstlichkeit will die Klosterschänke ab August Gäste nach Hude locken. Auf dem Speiseplan steht dann Büffelfleisch von der Büffelfarm Hatten.
Gastronom Jens Burgdorf und Küchenchefin Silvia Nöldner werden, passend zur Sommerzeit, vor allem Carpaccio und Steaks anbieten. Im Herbst und Winter kommen dann noch andere Gerichte hinzu, sagt Burgdorf.
Peter Biel, Gründungsmitglied der Farm und Pressesprecher des Deutschen Büffelverbandes, stellte die Vorteile des Fleisches kürzlich in der Klosterschänke dar. Es sei vor allem sehr gesund, so Biel. „Wasserbüffelfleisch hat bis zu 60 Prozent weniger Cholesterin als Rindfleisch und ist sehr fettarm.“ Zudem habe es sehr wenig Wasser und behalte daher beim Braten seine Form, erklärte der Vorsitzende des kürzlich gegründeten Internationalen Förderverbandes für den Einsatz von Wasserbüffeln als Landschaftspfleger in Europa.
Eine Feststellung, die auch Nöldner bei der ersten Zubereitung auf dem Lavasteingrill der Klosterschänke gemacht hat. Beim Probeessen lobten Geschäftsführer Burgdorf und Köchin Nöldner die „Zartheit des Fleisches“. Biel sucht in der Region ausgewählte Gastronomen für sein Büffelfleisch. „Das Fleisch muss, je nach Menge, einige Wochen vorbestellt werden.“ Es habe einen eigenen Geschmack und sei etwas „Feines“, sagt er.
Büffel bilden mit Rindern und Bisons eine Gruppe. Es stimme nicht, dass sich Büffel nur in tropischen Gefilden aufhalten, betont Biel. Niedrige Temperaturen machten den Vierbeinern nicht viel aus. Im Sommer fressen die Tiere vor allem frisches Gras und Wiesenkräuter. Im Winter, den sie auch draußen in der Natur verbringen, bekommen sie Heu und Stroh. Zudem erhalten sie im November und Dezember die breiigen Reste der Apfelbauern aus dem Landkreis. Im Frühjahr kommen dann Rübenschnitzel zur herkömmlichen Nahrung hinzu, berichtet Biel.
