HUDE - Fünfjähriges Bestehen hat am Montag der Huder Verein „Kinderaugen“ gefeiert (die NWZ berichtete). Auf dem Moorhof Kaufhold gab es ein buntes Programm und viele Informationen rund um den Verein, der bedürftige Kinder in Krisenregionen, Entwicklungsländern und in durch Naturkatastrophen beeinträchtigten Gebieten unterstützt.

Um den Erfolg der bisherigen Arbeit zu verdeutlichen, nannte Vorsitzender Uwe Schubert folgende Zahlen: 2002 habe man mit einem Transportvolumen von 7,5 Tonnen begonnen, 2007 lag es bei 40 Tonnen. Die Gesamtsumme der Hilfsgüter liegt bei mehr als 200 000 Euro. „Wir erfahren unheimlich viel Unterstützung in der Bevölkerung und der Geschäftswelt“, sagte Schubert und dankte gleichzeitig allen Helfern und Sponsoren. Bürgermeister Axel Jahnz meinte, derartige Hilfe sei typisch für Hude.

Vor allem das litauische Salcininkai profitierte von der Hilfe des Vereins. Doch bald sind die Möglichkeiten von „Kinderaugen“ dort erschöpft. Die Entbindungsstation des Kinderkrankenhauses sei inzwischen „auf unserem Standard“, so Schubert, mit der Kinderstation sei gerade begonnen worden. Im kommenden Jahr soll es noch einen Transport nach Litauen geben, kündigte Schubert an. Einen Kindergarten möchte man unterstützen. Zuvor muss jedoch geklärt werden, wo der Verein künftig die Sachspenden aufbewahren kann. Durch den Umzug des DRK fällt die dortige Lagermöglichkeit weg. „Wir bräuchten eine Scheune oder Ähnliches, regensicher und etwa 150 Quadratmeter groß“, sagte der Vorsitzende.

Im August wird eine Delegation aus Salcininkai in den Klosterort kommen, gab Schubert einen Ausblick auf kommende Aktivitäten. Ferner findet im November ein Treffen mit allen Partner- und befreundeten Gemeinden zum Thema EU-Förderung statt. Am 27. Juni ist eine Mitgliederversammlung geplant, in der unter anderem Bilder des jüngsten Transportes gezeigt werden sollen.

Bilder gab es auch am Montag auf dem Moorhof zu sehen. Hans-Peter Ratzke hatte eine Beamer-Präsentation vorbereitet, die über die bisherigen Aktionen des Vereins Auskunft gab. Torwandschießen, Bogenschießen, Hüpfburg, Kübelspritze – auch für Kinder wurde viel geboten. Und ein Kremser, gelenkt von Hermann Stubbemann, verkehrte zwischen dem Moorhof und der OLB. Insgesamt freute sich der Vorsitzende über eine gute Resonanz.