HUDE - HUDE/KAB - Einen kleinen „Geschenkevorrat“ haben sich gestern die Teilnehmer der Ferienspaß-Aktion „Serviettentechnik“ im Kulturhof in Hude angelegt. Auch die achtjährige Lüta Uden und ihre Schwester Hedda (7) haben fleißig gebastelt und kleine Schachteln mit Blumen und Tiermotiven verziert. Hedda hatte in den Sommerferien schon einmal im Kulturhof mit der Serviettentechnik gearbeitet. Das hat ihr „so viel Spaß gemacht“, dass sie ein zweites Mal daran teilnimmt.
Bei der Serviettentechnik, erklärt Bernd Martin von den Huder Klosterbuben, der die kleinen Künstler betreut, wird zunächst der zu verzierende Gegenstand – ein Blumentopf, eine Kerze oder auch eine Dachpfanne, aus der ein Wandbild gemacht wird – mit heller Farbe grundiert. Anschließend wird auf die Fläche, auf die das Motiv geklebt werden soll, Lackkleber aufgetragen. Das Motiv wird aus der obersten Schicht der Serviette ausgeschnitten oder ausgerissen, auf die Klebefläche gelegt und mit Lackkleber fixiert. Um das Motiv herum kann anschließend noch – zum Beispiel in Tupftechnik mit einem Schwamm – Farbe aufgetragen werden. So entstanden gestern eine ganze Menge hübsch verzierter Blumentöpfe, Schachteln und Holzbrettchen. Auch Ivana Wendeln und Tanisha Rohde, beide neun Jahre alt, machten mit. „Ich habe schon fünf Blumentöpfe fertig und mache gerade mein viertes Holzbrettchen“, erzählt Tanisha stolz, bevor sie eine Gans aus Serviettenpapier aufklebt. Das Gänse-Brettchen möchte sie als
Dekoration für ihr Kinderzimmer verwenden. Aber auch als Ostergeschenke seien die Arbeiten gut geeignet erklärt Bernd Martin. Der 65-jährige ehemalige Lehrer ist seit der ersten Ferienspaß-Aktion in Hude 1977 mit dabei und bringt sich die Servietten „aus ganz Deutschland“ mit. An die 2000 Stück besitzt er. Auch heute haben Kinder von 9.30 bis 12 Uhr im Kulturhof Gelegenheit, für zwei Euro Teilnahmegebühr die Serviettentechnik auszuprobieren. Eine kleine Schere sollte mitgebracht werden.
