HUDE - Zu ihrem ersten Frauenfrühstück hatte die vor kurzem gegründete Freie Christengemeinde Hude am Sonnabend eingeladen. Rund 80 Frauen im Alter von etwa 20 bis 80 Jahren fanden sich in der Klosterschänke ein. Bei einem ausgiebigen Frühstück erholten sie sich zunächst vom Alltag. Anschließend sprach Gaby Wentland zum Thema „Neue Kraft und Freude für das alltägliche Leben“.

Organisiert hatten das Frauenfrühstück Meike Steen, Gaby Arndt und Gabi Schneider von den Huder Freien Christen. „Wir wollen nicht nur den Magen stärken, sondern auch die Herzen“, betonte Gabi Schneider. „Die Frauen können ihren Akku aufladen für den Alltag.“ Die Organisatorin freute sich über die große Resonanz. Die Frauen waren teilweise bis aus Bassum in Ostfriesland angereist, andere waren Neuzugänge aus dem Klosterort.

Im Anschluss an das gemeinsame Frühstück sprach Gaby Wentland zur Frage, wie man das Leben genießen könne. Die Hamburger Pastorenfrau hat 16 Jahre mit ihrem Mann und ihren Kindern in Afrika gelebt und gearbeitet. 1995 kehrte sie zurück nach Deutschland und gründete zusammen mit ihrem Mann eine christliche Gemeinde im Süden Hamburgs. Gaby Wentland begann, Frauen von ihren Erfahrungen mit Gott zu erzählen. Immer öfter wurde sie eingeladen und reist heute international. Kürzlich sprach sie im französischen Bordeaux vor 700 Frauen. Demnächst berichtet sie in einer Stierkampfarena in Madrid 10 000 Frauen von Gott.

Die Christin erzählte den in Hude gebannt lauschenden Frauen von ihren Erfahrungen mit Gott. So berichtete sie etwa von der Heilung ihres Mannes, der an einem tödlichen Malariafieber erkrankt war. „Beten ist die größte Kraft, die die Erde je gesehen hat“, ist die Referentin überzeugt.

Gaby Wentland hat selbst viele schwierige Situationen durchstehen müssen. Ihre Erfahrungen hat sie in dem Buch „Dem Tod knapp entronnen“ verarbeitet.


Die Referentin forderte die anwesenden Frauen auf, Not zu lindern. „Wir sind nicht diejenigen, die Wunder tun, sondern Gott“, sagte sie und berichtet von ihren Erlebnissen im Dienst Gottes. So habe eine misshandelte Frau für zwei Jahre bei ihrer Familie gelebt. Sie sprach nie ein Wort, bis sie eines Tages plötzlich anfing zu reden.

Authentisch und mit großem Ernst schilderte Gaby Wentland solche Situationen. Teilweise sprach sie mit Tränen in den Augen, meist war ihre Stimme jedoch geprägt von Freude und Dankbarkeit für Gottes Werk. Mit ihrer charismatischen, fröhlichen und überzeugenden Art zog sie die Zuhörer in ihren Bann.

Gaby Wentland möchte die Frauen durch ihr Beispiel ermutigen und ihnen Kraft und Freude geben. „Es geht darum, dass wir unser Leben leben, aber da helfen, wo Not ist", so Gaby Wentland. Zum Schluss ihres Vortrages lud sie die Frauen ein, Gott anzunehmen, und betete mit ihnen.