HUDE - Grünes Licht für den naturtrüben Wasserspaß: Nachdem in den vergangenen Wochen und Monaten eifrig im Huder Naturbad gewerkelt wurde, steht der Saisoneröffnung am Freitag, 1. Juni, nichts mehr im Wege. „Bis auf kleinere Restarbeiten ist alles fertig“, sagt Schwimmmeister Ralf Carstens.
Im Vorfeld wurde eine Rampe vom Umkleidegebäude zum Beckeneinstieg neu angelegt, um auch Rollstuhlfahrern oder Menschen mit Rollatoren den barrierefreien Zugang zu ermöglichen. „Wir haben damit eine Anregung des Behindertenbeirates aufgegriffen“, betont Fachbereichsleiter Uwe Schubert. Auch der Weg zum Toilettenhaus wurde neu gepflastert. Hinzu kamen die turnusmäßigen Unterhaltungs- und Verschönerungsarbeiten. „Wir wissen, dass wir hier kein Spaßbad haben, sondern eine solide Infrastruktur für die Huder Bürger vorhalten“, sagt Schubert. „Wir freuen uns aber natürlich auch über jeden Gast von außerhalb.“
Ohne chemische Zusätze
Immerhin kann das Naturbad mit Vorzügen punkten, die es zu einer Besonderheit macht. „Es handelt sich um das einzige öffentliche Bad in der Region, das ohne chemische Zusätze arbeitet“, so Schubert. Insgesamt hat die Gemeinde Hude in die aus Mitteln des Förderprogramms „Leader plus“ geförderte Umgestaltung zu einem Naturbad mit biologischer Wasseraufbereitung 590 000 Euro investiert. Um die Wasserqualität zu gewährleisten, darf die Temperatur 24 Grad nicht übersteigen. Erwärmt sich das Wasser durch die Sonneneinwirkung stärker, muss durch die Zufuhr von kühlem Nass ausgeglichen werden. „Bis zum Wochenende werden wir eine Wassertemperatur von 21 Grad haben“, schätzt Betriebsleiter Ralf Carstens.
Die Schwimmmeister und Susanne Jacobs, die den Kiosk betreibt und die Kasse führt, planen für die Saison wieder einige Veranstaltungen. So gibt es am Sonntag, 10. Juni, ab 10 Uhr einen Tag der offenen Tür bei freiem Eintritt. An Programmdetails wird noch gefeilt – mit von der Partie sollen auf jeden Fall die DLRG und Taucher sein.
1000 m² Wasserfläche
Das Bad verfügt mit mehr als 1000 Quadratmetern Wasserfläche über verschiedene Teilbereiche für Schwimmer und Nichtschwimmer. Eine Liegewiese lädt zum Verweilen ein, besonders bei Familien mit kleinen Kindern ist das Naturbad beliebt.
Im vergangenen Jahr wurden 7043 Gäste gezählt – 6413 weniger als in der Vorsaison. Der gravierende Rückgang um 48 Prozent war dem verregneten Sommer 2011 geschuldet. Fachbereichsleiter Uwe Schubert sieht’s mit Gelassenheit: „Wir sind ein Schönwetterbad, daran wird sich auch künftig nichts ändern.“
Das Naturbad
steht vom 1. Juni bis zum 31. August zur Verfügung. Parallel dazu bleibt das Hallenbad geschlossen. Nur für Schulen und Vereinssport geht der Betrieb im Hallenbad bis zum 22. Juni weiter.Geöffnet
ist das Freibad montags bis freitags von 11 bis 20.30 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 19 Uhr.Die Eintrittspreise bleiben noch einen Monat unverändert. Ab dem 1. Juli greift dann eine Erhöhung, die voraussichtlich vom Rat am 28. Juni beschlossen wird.
Eine Tageskarte für Erwachsene kostet dann 2,50 Euro (derzeit noch 2 Euro), eine Tageskarte für Jugendliche 1,50 Euro (statt 1 Euro). Die Dutzendkarte für Erwachsene wird mit 24 Euro (bisher 22 Euro) und für Jugendliche mit 12 Euro (bisher 11 Euro) berechnet. Die Jahreskarte für Erwachsene kostet 50 Euro (bisher 44 Euro), für Jugendliche 25 Euro (bisher 22 Euro).
Die Familienkarte ist für 66 Euro (bisher 60 Euro) zu haben. „Es lohnt sich also, im Juni Dauerkarten zu kaufen“, wirbt Fachbereichsleiter Uwe Schubert.
Zusätzlich kann bei Vorlage einer Familien- und Sozial-Card ein Rabatt von bis zu 20 Prozent für bestimmte Personengruppen (z. B. Alleinerziehende, Schüler und Rentner) gewährt werden. Kinder bis zum Alter von sechs Jahren sowie Begleitpersonen von Behinderten haben freien Eintritt.
