HUDE - Ein „normaler“ Tag in den Sommerferien im Kulturhof beginnt mit einem Morgenkreis. Die drei Betreuerinnen Nicole Lüdcke, Melanie Martens und Ann-Christin Schubert setzen sich mit Schülern, die in den Ferien in Hude bleiben, zusammen und reichen einen Erzählstein herum. Jedes Kind bekommt den Stein einmal und darf sich wünschen, was es an diesem Tag machen möchte, erklärt Schubert. „Die meistgewünschten Sachen versuchen wir dann zu realisieren.“ Das kann mit Ton arbeiten, Fußball spielen oder Schmetterlinge aus Papier basteln sein.

Die sieben- bis zwölfjährigen Kinder kommen aus Hude, werden morgens von ihren überwiegend berufstätigen Eltern in den Kulturhof gebracht und nachmittags wieder abgeholt. Sie sind Teil der Kinderferienbetreuung in Hude.

Innerhalb von sechs Wochen werden 54 Kinder im Schnitt für zwei bis drei Wochen im Kulturhof untergebracht. Sie machen dort Spiele, basteln und haben am Donnerstag sogar ein Kickerturnier veranstaltet, berichtet Schubert. Zudem bekommen sie ein warmes Mittagessen, das täglich vom Altmoorhauser Krug angeliefert wird. Für eine Woche bezahlen die Eltern der Kinder 30 Euro.

Bis morgens um neun Uhr haben die Kinder, Zeit zum Kulturhof zu kommen. Zum Teil, je nach Interesse, werden sie in den Ferienpass mit eingebunden. So sind einige am Freitag mit in den Kletterpark nach Hatten gefahren, andere wiederum waren mit im Museumsdorf in Cloppenburg, schildert Schubert.

Freitagmorgen wurde ein Frühstück organisiert. Die Betreuerinnen bereiteten jede Menge frische Sachen, wie Obst, Gemüse und Rührei zu, während die Kinder den Tisch eindeckten. Die Aktion soll auf alle Fälle wiederholt werden, berichtet Nicole Lüdcke. „Es soll eine Art Verabschiedung für Kinder werden, die ihre letzte Woche hier verbringen.“ Auch das Lernen kommt nicht zu kurz. So bietet Ann-Christin Schubert für interessierte Kinder Englisch-Unterricht an. Sie lernen dabei die Zahlen, Farben und ein wenig Konversation. Schubert hatte 2007 ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht und glaubt, dass es gut sei für die Schüler, schon ein paar Grundlagen der Sprache zu können.


Den Kindern scheinen die Tage im Kulturhof zu gefallen. Der elfjährige Mirko Janzen findet das Mittagessen lecker und sagt, dass ihm das Aufdrücken farbiger Hände auf ein Bettlaken sehr viel Spaß gemacht habe. Marc Bartel (8) findet es „super“, dass mit Ton gearbeitet wurde.