HUDE - „Das Wort des demografischen Wandels ist ja in aller Munde“, sagt Uwe Schubert. „Der macht auch vor Hude nicht Halt. Darum wollen wir Vorhandenes mit den neuen Anforderungen verknüpfen.“ So fasst der Fachbereichsleiter der Gemeinde Hude das neue Konzept für den Spielplatz an der Jägerstraße zusammen. Dieser soll zu einem „Treffpunkt der Sinne“ umgestaltet werden – und zu einem gemeinsamen Ort für alle Generationen.
Der natürliche Charakter der etwa einen Hektar großen Fläche soll dabei erhalten bleiben. Sie soll aber in verschiedene Wahrnehmungsbereiche eingeteilt werden, die klar voneinander abgegrenzt sind und doch ineinander übergehen.
Ein neuer Bereich ist für die Senioren gedacht. Hier soll ein Kräutergarten mit einem „Barfußgang“ entstehen, der mit verschiedenen Untergründen den Tastsinn anregen soll. Eine Hörmuschel und Klangscheiben sollen ebenfalls die Sinne anregen. Für die körperliche Bewegung sollen gelenkschonende Stepper aufgestellt werden – für die geistige Bewegung gibt es Schachtische.
Die Kinder bekommen eine neue Nestschaukel und Geräte für den Gleichgewichtssinn wie Balancierbalken oder eine Balanciermatte, das Klettergerüst und die Seilbahn bleiben erhalten. Letztere wird allerdings überholt. Und auch das Fußballfeld und die Rollschuhbahn bleiben bestehen. Hinzu kommt jedoch eine Tribüne, die als Treffpunkt aller Spielplatznutzer dienen soll.
„Für die Entwicklung des Konzeptes haben wir unter anderem mit den Kindergärten und Seniorenvertretern gesprochen“, erzählt Schubert. „Wir wollten die späteren Nutzer mit einbeziehen.“ Entworfen wurde der Spielplatz vom Planungsbüro „polyplan“. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Bis zu den Sommerferien soll die Anlage fertig sein.
Die Kosten für das Projekt betragen insgesamt 27 000 Euro. Davon stammen 11 320 Euro von der Projektförderung LEADER, einem Programm der Europäischen Union zur Unterstützung von Innovationen.
