Hude/Ganderkesee - Für Karl-Heinz Alzog ist die Spendenübergabe zum Jahresbeginn schon zur Gewohnheit geworden: Alle Jahre wieder übernimmt es der Kirchkimmer Unternehmer, die ausgedienten Weihnachtsbäume der Huder zu schreddern. Auch in diesem Jahr hat er wieder an fünf Standorten Kleinholz aus den nadelnden Tannen gemacht und dafür pro Stück einen Obolus von zwei Euro für den guten Zweck erbeten.

Den Erlös der Schredderaktion hat Alzog am Donnerstag an den diesjährigen Empfänger übergeben: den Hospizkreis Ganderkesee-Hude. Die 550 Euro werde der Verein in die Fortbildung seiner Hospizbegleiter investieren, kündigten Susanne Lebedinzew und Sina Mahlstedt – beide sind als Koordinatorinnen des Hospizkreises tätig – an.

Das richtige Rüstzeug für die Begleitung von Menschen am Lebensende und deren Angehörigen zu vermitteln, ist dem Hospizkreis ein erklärtes Anliegen. „Alle Begleiter arbeiten komplett ehrenamtlich und bekommen keinerlei Honorar oder Aufwandsentschädigung“, betonte Susanne Lebedinzew.

Eine gute Ausbildung sei daher auch eine Form der Anerkennung, mit der der Verein das Engagement würdige. Finanzierbar sei dies nur über Spenden.

Die Begleitungszahlen des Hospizkreises steigen stetig. Auch schwerkranke Kinder und Jugendliche betreuen speziell dafür fortgebildete Hospizbegleiter des Vereins seit einiger Zeit.


„Wir haben in den vergangenen zwei Jahren 15 neue Ehrenamtliche gewinnen können, aber wir brauchen dringend noch mehr“, sagte Sina Mahlstedt.

Für das Frühjahr 2021 plant der Hospizkreis daher den Start des nächsten Vorbereitungskurses für Hospizbegleiter. Interessierte Männer und Frauen können sich schon jetzt dafür anmelden.Zu erreichen ist der Hospizkreis Ganderkesee-Hude unter t   04222/80 61 90 sowie per Mail (buero@hospizkreis-ganderkesee-hude.de).