HUDE - Ausgerechnet das Nichtraucherschutzgesetz, mit dem Peter Burgdorf als Chef des Hotel- und Gaststättenverbandes Ganderkesee-Hude auf Kriegsfuß steht, hat den Anstoß gegeben: „Geplant hatten wir es schon lange, aber das Raucher-Thema hat uns zum Handeln gezwungen“, erklärt der Huder Gastronom die Beweggründe für den aufwendigen Umbau seines Gasthauses an der Hohen Straße. Um den gesetzlichen Vorgaben gerecht zu werden und einen abgeschlossenen Raucherraum zu schaffen, hatte Burgdorf seine „eigentlich schönsten Tische“ den Rauchern überlassen müssen. „Das ging räumlich auf die Schnelle nicht anders. Aber die Nichtraucher hatten sich schon ein bisschen beschwert“, schmunzelt der Inhaber, „da musste ich reagieren.“
Und wie: Burgdorf hat in einem Anbau eine neue moderne Nichtraucherzone geschaffen. Komplett verglast bietet der helle Raum auf rund 50 Quadratmetern Fläche etwa 30 Plätze. Die Glastüren können bei schönem Wetter ganz zur ebenfalls umgestalteten Außenterrasse geöffnet werden. Nicht zuletzt deshalb heißt der neue Raum auch „Sommergarten“. Doch auch für die Raucher wurde etwas getan: Im hinteren Bereich des Gasthauses hat Burgdorf eine Veranda bauen lassen, die bei Veranstaltungen und Feiern für Raucherpausen genutzt werden kann.
Rund vier Wochen hat der Umbau gedauert – „wir mussten nur drei Tage schließen“, freut sich Burgdorf über den reibungslosen Ablauf. Etwa 80 000 Euro hat er investiert.
Raucher und Nichtraucher kommen bei Burgdorf mit dem Start der Frühlingssaison auch täglich ab 14 Uhr in den Genuss von Kaffee und selbst gebackenem Kuchen. Zudem bietet die Gaststätte künftig an Sonn- und Feiertagen einen Mittagstisch an.
Burgdorf plant derweil schon sein nächstes Projekt: „Versuchsweise“ hat der erfahrene Fetenorganisator für fünf Tage das seit Januar verwaiste „Baristo“ an der Parkstraße gemietet. Geöffnet ist am 30. April zum „Tanz in den Mai“ sowie vom 1. bis einschließlich 4. Mai jeweils ab 16 Uhr. Am Sonnabend, 3. Mai, gibt es eine Ü-30-Fete. Bei entsprechender Resonanz erwägt Burgdorf, aus der Probephase einen Dauerzustand zu machen: „Wäre doch schade, wenn so ein Laden an der Parkstraße leer steht.“
