HUDE - Die erste Gemeinsamkeit stellten Bürgermeister Axel Jahnz und die stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Bärbel Höhn, gleich bei der Begrüßung fest: Jahnz’ grüne Krawatte passte zum grünen Blazer der ehemaligen nordrhein-westfälischen Landes-Umweltministerin, die am Montagnachmittag von Grünen-Fraktionschefin Birte Wachtendorf, Huder Ratskandidaten, Parteifreunden aus dem Kreis und interessierten Bürgern auf dem Bahnhofsvorplatz empfangen wurde.

Neben Äußerlichkeiten gab’s auch inhaltliche Übereinstimmung in Sachen Lärmschutz an der Bahn: „Was wir brauchen, ist eine radikale Veränderung der Bahnpolitik“, forderte Höhn, nachdem Jahnz und Wüstings Bürgervereinsvorsitzender Heinz Steinmüller die Probleme geschildert hatten, in Berlin Gehör zu finden. Die Bahn führe zunehmend ein Eigenleben, Großprojekte wie Stuttgart 21 würden Geld binden, das für kleinere Maßnahmen fehle, kritisierte Höhn.

Bundestagsabgeordnete müssten wieder stärker Einfluss auf die Bahn nehmen, so Höhn, um auf die Einhaltung von Lärmschutz-Vorgaben zu drängen. Dafür sei auch „Druck von unten“ nötig. Für den wollen die Grünen sorgen: Ratskandidat Hilko Finke gab Bärbel Höhn ein entsprechendes Schreiben mit auf den Weg nach Berlin.