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Heinrich-Viertel Begehrte Adresse für „50 plus“

Stephan Onnen

HUDE - Jan Kortlepel sieht sich nicht als Investor – „das Wort höre ich gar nicht so gerne.“ Der Vorstand der Bremer Asset Vermögensverwaltungs AG lässt nach eigenem Bekunden „schöne Wohnanlagen“ erstellen. Demnächst, wie berichtet, das Projekt „Heinrich-Viertel“ in Hude, um dessen Erschließung für den Baustellenverkehr derzeit gerungen wird.

Investiert werden insgesamt knapp fünf Millionen Euro, das reine Bauvolumen umfasst rund drei Millionen Euro. 28 Wohneinheiten sind dort für die Generation „50 plus“ vorgesehen – die barrierefreien Wohnungen sind zwischen 70 und 98 Quadratmeter groß. Obwohl die Anlage erst seit einigen Wochen im Verkauf ist, sei die Resonanz „überragend“, so Kortlepel. Es lägen bereits viele Reservierungen vor.

Erster Käufer ist 84

„In Kürze“, berichtet der Asset-Chef, „wird die erste Wohneinheit verkauft.“ An einen 84-Jährigen, der nicht mehr mobilisiert ist. Die Frage der Autostellplätze sei für die bisherigen Interessenten „absolut nachrangig“ gewesen. Kortlepel ist daher überzeugt, dass die 29 geplanten Parkplätze ausreichen.

Das Wohnhaus mit 28 Wohneinheiten besteht aus einem U-förmig angeordneten Gebäudekomplex. „Eine kubische, zeitgemäße Bauweise“, findet Architekt Günther Bergmann. Der Bebauungsplan schreibt eine eingeschossige Bauweise vor – gebaut wird dennoch zweigeschossig. Das über dem Erdgeschoss liegende Stockwerk wird als sogenanntes Staffelgeschoss (mit 14 Wohneinheiten) etwas zurückgesetzt angeordnet und mit Dachterrassen versehen. Nach der niedersächsischen Bauordnung zählt ein Staffelgeschoss nicht als Vollgeschoss. Vorgeschrieben ist außerdem eine „offene Bauweise“. Dabei dürfen die Baukörper eine Länge von 50 Metern nicht überschreiten. Bergmann meint, dass seine Planung mit einem Hauptbaukörper und zwei Flügelbauten, die jeweils 47 Meter lang sind, den Vorgaben gerecht wird: „Das entspricht dem Baurecht.“

Dach mit Solaranlage

Die Firsthöhe ist auf sechs Meter beschränkt – tatsächlich sollen es aber 6,15 Meter werden. Durch die „minimale Überschreitung“ werden Balkonschwellen vermieden, erläuterte Martina Schneider, Fachbereichsleiterin der Gemeindeverwaltung, im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt. Nicht bei der Höhe mitberechnet wurden die geplanten Sonnenkollektoren, die auf dem Flachdach des Hauptgebäudes aufgestellt werden sollen. Jan Kortlepel ist überzeugt, dass sich die Wohnanlage „sehr gut in das Umfeld einfügt.“


Tonnenbegrenzung

 Die Bauausführung übernimmt die MB Management und Baubetreuungs GmbH aus Bremerhaven. Es wird von einer zehnmonatigen Bauzeit ausgegangen. Das Gewicht der Transporte mit Baumaterial ist auf 24 Tonnen beschränkt. Kortlepel zeigte im Ausschuss Verständnis für Anlieger, die sich Sorgen wegen des Baustellenverkehrs machen: „Ich bin selber Familienvater.“ Die Belastungen werden sich aber nur auf einen „kurzen Zeitraum“ beschränken, versprach er.

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http://www.heinrich-viertel.de

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