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Hilfe Auf der Suche nach einem Zuhause

Elena Grawe

HUDE - Eine große Wohnung mit vier oder fünf Zimmern, möglichst nicht zu teuer: „Es ist extrem schwierig, etwas zu finden“, sagt Reinald Wiosna. Er weiß, wovon er spricht, schließlich suchen er und seine Familie mit Unterstützung des Lions Clubs Oldenburger Geest schon lange – seit weit mehr als einem Jahr. Sie suchen eine große Wohnung, behindertengerecht, für Wiosnas Sohn Janne.

Der Hintergrund: Im Juni 2009 war Janne Wiosna bei einem Fahrradunfall unglücklich gestürzt, seitdem ist er querschnittsgelähmt. Kurz nach dem Unfall begann die Wohnungssuche, über die die

NWZ

  vor genau einem Jahr berichtet hat. Denn der heute 21-Jährige wollte nach seiner Entlassung aus der Klinik wieder nach Hude und mit seiner Freundin und dem gemeinsamen Sohn zusammenziehen. Doch die Suche entpuppte sich als schwieriger als gedacht: Die Wohnung muss nicht nur rollstuhlgerecht sein, sondern auch groß genug, um die Familie und zudem noch eine Pflegekraft zu beherbergen.

Heute stehen die Wiosnas noch immer ohne Wohnung da, dafür aber mit großer Unterstützung: Der Lions Club hat im vergangenen Winter bei einer Weihnachtsaktion Spenden gesammelt und hilft bei der Suche. „Der Lions Club ist stark dabei“, ist Reinald Wiosna dankbar.

Doch natürlich sei die ergebnislose Suche auch „frustrierend“. „Und dann kommen ja auch immer noch die Rückschläge“, sagt er. „Vor einigen Wochen hatte Janne eine Lungenentzündung.“ Dreieinhalb Wochen habe er auf der Intensivstation gelegen. „Es geht eineinhalb Schritte vor – und manchmal denkt man, es geht wieder eineinhalb Schritte zurück.“

„Aber der Wille, zusammenzuziehen, ist nach wie vor enorm stark“, sagt er. „Da steht Janne voll hinter.“ Zurzeit lebt der 21-Jährige im Dötlinger Lopshof in einer Wohngemeinschaft für Behinderte. „Da kann er so lange bleiben, bis wir etwas gefunden haben.“ Wiosna betont: „Er fühlt sich da richtig wohl.“

Einfach für die Familie ist das Hin- und Herpendeln trotzdem nicht. Janne Wiosnas Lebensgefährtin sei mit Sohn Nils mehrmals die Woche rund eineinhalb Stunden mit Bus und Bahn unterwegs, um ihn zu besuchen. Und auch Reinald Wiosna und seine Frau Marion pendeln viel.


Mit einer eigenen Wohnung würde das einfacher werden – und der 21-Jährige mit Freundin und Sohn zusammenleben können. Nils wird im Mai zwei Jahre alt. „Das Verhältnis zwischen den beiden ist ganz, ganz klasse“, schwärmt Reinald Wiosna. „Nils weiß genau: Das ist sein Vater. Wenn Jannes Hand nicht richtig liegt, dann sagt er ,Papa Aua’. Da passt er schon mit auf.“

Neben einer geeigneten Wohnung arbeitet die Familie zurzeit an einem zweiten Projekt: einen Kleinbus für Janne Wiosna zu kaufen und behindertengerecht umzubauen. Spontane Ausflüge nach Dangast oder nach Oldenburg – so etwas soll wieder unkomplizierter werden. Dafür sammeln sie Spenden. Aber: „Das ist noch ein weiter Weg“, sagt Reinald Wiosna.

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