HUDE - Bernd Punschke arbeitete mehr als 100 Stunden an dem Fahrzeug. Für eine kurzfristig notwendig gewordene Reparatur erbittet der Verein Geldspenden.

Von Matthias Kosubek

HUDE - Noch steht er in der Werkstatt des Huder Autohauses Bartels auf der Hebebühne, damit die letzten Wartungs- und Reparaturarbeiten erledigt werden können. In zehn Tagen wird der generalüberholte und mit moderner Technik ausgestattete Rettungswagen von Mitgliedern des Hilfsvereins „Kinderaugen“ zusammen mit einem Lastzug voller Hilfsgüter nach Salcininkai in Litauen überführt, wo er beim dortigen Krankenhaus stationiert wird, um noch möglichst viele Jahre treue Dienste leisten zu können.

Zehn Jahre ist der RTW alt, ein Fahrzeug auf der Basis eines VW-Transporters mit Zwei-Liter-Turbodiesel-Motor. Sechs Jahre lang war es bei der DRK-Rettungswache in Bookhorn stationiert, danach vier Jahre lang bei der Bereitschaft des DRK-Ortsvereins Ganderkesee im Einsatz. Danach wurde es bei einem Tachostand von 210 000 Kilometer ausgemustert und an den Verein Kinderaugen verkauft, der dafür Spendengelder mobilisiert hat.

Gestern besichtigten Kinderaugen-Vorsitzender Uwe Schubert und Kassenwart Franz-Herbert Bunjor gemeinsam mit Tom Borsum von der Kreisgeschäftsführung des DRK und Bernd Punschke, dem Leiter der DRK-Rettungswache Hude, das kurz vor dem TÜV- und ASU-Termin stehende Fahrzeug. Schubert bedankte sich bei dieser Gelegenheit für die Unterstützung des DRK. Ein besonderer Dank ging an Punschke, der (als gelernter Kfz-Schlosser) das Fahrzeug in mehr als 100 Arbeitsstunden in seiner Freizeit herrichtete. Auch zur Innenausstattung trug er durch verschiedene Spendenaktionen bei. Neben einer so genannten Roll-in-Trage verfügt der Rettungswagen unter anderem über ein Beatmungsgerät, ein EKG-Gerät und einen Defibrillator. Punschke wird das Fahrzeug am 24. April selbst nach Litauen fahren und in Salcininkai seine Kollegen in die Handhabung der Geräte einweisen. Zurzeit steht am dortigen Krankenhaus ein nur für den Krankentransport geeignetes kleineres Fahrzeug. Das „neue“ befindet sich in einem

Top-Zustand und könnte, so Borsum und Punschke, sofort wieder im deutschen Rettungsdienst eingesetzt werden.


Auch sonst, so Schubert, habe das DRK die Kinderaugen-Arbeit stets unterstützt, so zum Beispiel die Lagerhalle am Stöverskamp zur Verfügung gestellt oder Spenden aus dem medizinischen Bereich vermittelt.

Für die Überführung des Wagens hat die „Öffentliche“die Versicherung übernommen, die technische Durchsicht sponserte das Autohaus Bartels. Etwa 2000 Euro, so Bunjor, werde die Reparatur eines erst jetzt festgestellten Getriebeschadens kosten. Deshalb ist der Verein über weitere Geldspenden auf sein Konto Nr. 17852700 bei der Volksbank Ganderkesee-Hude, BLZ 28062249, dankbar.