HUDE - Der Arbeitskreis „Sexualität, Partner- und Elternschaft behinderter Menschen“ informiert am Montag, 26. April, um 19 Uhr im Kulturhof Hude über ein Tabuthema. „Liebe und Sexualität trotz(t) der Behinderung“ ist der Titel des Abends.

Vor ungefähr einem Jahr fand in den Räumlichkeiten die erste Single-Party für Menschen mit und ohne Behinderungen statt. Dabei standen „Flirthelfer“ den Gästen zur Seite und förderten den Austausch von Adressen. Der Arbeitskreis will mit Vorurteilen seitens nichtbehinderter Menschen gegenüber behinderten Menschen aufräumen. Jeder Mensch kenne den Wunsch, sich zu verlieben, sich einem Partner anzuvertrauen und in einer Beziehung zu leben. Der Austausch von Zärtlichkeiten und die eigene Sexualität spiele hierbei eine wesentliche Rolle, so der Arbeitskreis. Für Menschen mit Behinderungen sei es nicht selbstverständlich, eine Partnerschaft auch in der Öffentlichkeit zu leben. Zudem können Mobilitätseinschränkungen den Alltag einer Beziehung beeinflussen.

Die Sexualberaterinnen für behinderte Menschen, Wiebke Hendeß und Bianca Grafe, referieren über Möglichkeiten in der Beratung rund um Liebe und Sexualität. Eine ausgebildete Sexualbegleiterin für behinderte Menschen berichtet außerdem über ihre Arbeit und veranschaulicht mit Filmsequenzen, was Sexualbegleitung sein kann. Interessierte sind herzlich eingeladen, in den Kulturhof Hude zu kommen. Der Zugang ist ebenerdig, eine Behindertentoilette ist vorhanden. Fragen beantwortet Wiebke Hendeß unter  04 41/777 90 85.