HUDE - Die ersten echten Frühlingstage lassen einen Mangel in Hude noch einmal etwas dringlicher hervortreten: Nach wie vor haben die Skater keine Anlage, um ihre Tricks und Sprünge zu trainieren. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass die neue Anlage, die von Huder Jugendlichen und dem Gemeindejugendpfleger Jörg Kreusel bereits im vergangen Jahr angeregt wurde, nun in die Umsetzungsphase gehen kann.
Fördermittel sind gesetzt
Bislang lief alles wie am Schnürchen: Im Haushalt waren bereits 30 000 Euro von der Gemeinde für den Bau eingestellt worden – unter der Voraussetzung, dass das Leader-Projekt der EU einen Anteil von 42 Prozent fördert. Nachdem sich das Leader-Gremium am 18. März darauf geeinigt hatte, das Huder Projekt mit 14 730 Euro zu bezuschussen, steht dem Bau nichts mehr im Wege. „Wir warten jetzt auf weitere Vorschläge der Skater“, gab Uwe Schubert, Fachbereichsleiter der Gemeinde Hude, dem Vorhaben grünes Licht. Auch mögliche Ergänzungen von Sponsoren und die von den Skatern in Aussicht gestellten Eigenleistungen müssten nun konkret festgehalten werden, um in die detaillierte Planung und Umsetzung einsteigen zu können.
Auf dieses Signal haben die Huder Skater um Nils Wobig und Ulf Hedenkamp nicht nur gewartet. Gemeinsam mit Jörg Kreusel haben sie die Planungen bereits vorangetrieben. Bei einem Treffen mit dem Schulleiter der Peter-Ustinov-Schule, Nico Rettcher, hatten sie sich am 19. März auf eine von drei Varianten geeinigt, die im Ausschuss vorgestellt worden waren. Die erste Variante mit einer Fläche von 315 Quadratmetern war den Skatern zu klein, bei der zweiten Variante hatte Rettcher die schlechte Einsehbarkeit bemängelt. Die dritte Variante, auf die sich die Parteien einigten, sieht eine Fläche von 420 Quadratmetern hinter dem Fahrrad–Stellplatz vor.
Detaillierte Planungen
Auch das Design der Anlage soll bis ins Detail den Bedürfnissen der Skater gerecht werden. „Es genügt nicht, einfach eine Betonfläche anzulegen und ein paar Gerätschaften darauf zu stellen“, sagte Kreusel. Bereits am 1. März hatten die Jugendlichen differenziertere Konzepte im Sozialausschuss vorgestellt. „Das ist natürlich Wunschdenken“, sagte Kreusel. Dennoch haben sich die Skater inzwischen an kompetente Vertreter der Szene gewandt, um entsprechende Details kenntnisreich umsetzen zu können: Sie haben Kontakt zum Oldenburger Verein Playground geknüpft, der in Aurich die größte Skaterhalle in Deutschland betreibt. Vom ersten Vorsitzenden Michael Hinrichs erhoffen sich die Huder fachkompetente Beratung. Allerdings gab Nils Wobig zu bedenken, dass sie zunächst Architekten aus Hude oder der Umgebung um Rat bitten wollten. „Erst wollen wir das Potenzial vor Ort ausschöpfen“, sagte er.
Firmen schon an Bord
„Wir müssen jetzt so schnell wie möglich einen Termin finden, zu dem die Schule, die Gemeinde, fachliche Berater und wir zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zu besprechen“, sagte Ulf Hedenkamp.
Für das weitere Vorgehen stehen schon einige Firmen bereit, wie Jörg Kreusel mitteilte. Das Sandwerk Schote habe zugesagt, den Mutterboden abzutragen und abzutransportieren, sowie Füllsand anzuliefern. Die Firma Lepthien habe sich bereit erklärt, die Pflanzen zu entsorgen. Das Reiseunternehmen Schote habe außerdem zugesagt, Reisen zu vergleichbaren Anlagen – etwa nach Aurich – zu sponsern. Weitere Firmen, teilte Kreusel mit, sollen noch angesprochen werden. „Die Jungs haben dadurch, dass die Fördergelder jetzt gesichert sind, noch einmal den richtigen Schub bekommen“, sagte Kreusel. Er hat an der Umsetzung der Anlage keine Zweifel.
