HUDE - HUDE/SO - Die Kindergärten in der Gemeinde Hude stehen vor Veränderungen: Grund sind die sinkenden Kinderzahlen (die NWZ berichtete). Vom aktuellen Kindergartenjahr bis zum Jahr 2008/2009 prognostiziert die Gemeindeverwaltung einen Rückgang um zehn Prozent. Statt 616 müssten dann nur noch für 543 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren Plätze vorgehalten werden. Wie auf diese Tendenz reagiert werden soll, darüber hat sich der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales in seiner jüngsten Sitzung Gedanken gemacht. „Die Summe, die jetzt investiert wird, soll beibehalten bleiben“, betonte Bürgermeister Axel Jahnz. „Wir haben dadurch die Möglichkeit, die Qualität weiter nach oben zu bringen.“ Auch wenn Raumkapazitäten frei würden, werde es keine Minderausgaben geben, stellte Jahnz klar.
Ob die abnehmende Zahl von Anmeldungen ausreicht, um weitere Krippenangebote für Kinder unter drei Jahren einzurichten, kann die Gemeindeverwaltung noch nicht sagen. Bis zum 1. Februar haben Eltern Zeit, ihre Sprösslinge anzumelden – danach beginnt ein Abgleich zwischen den Tagesstätten. „Echte Aussagen zur Belegung können wir erst im April treffen“, so Fachbereichsleiter Uwe Schubert. Er hält es für möglich, dass sich schon Auswirkungen auf das Kindergartenjahr 2007/2008 ergeben könnten. Denkbar sei, neben den bestehenden Krippengruppen in Wüsting und in der „Villa Kunterbunt“ auch im Kindergarten „Gänseblümchen“ und in Altmoorhausen jeweils eine Gruppe einzurichten. Wobei in Altmoorhausen die Entwicklung der Integrationsgruppe abgewartet werden soll. Aus Sicht der Verwaltung sollte auch mit den freien Trägern über die Aufnahme von unter Dreijährigen verhandelt werden.
Freie Kapazitäten könnten jedoch nicht nur zur Schaffung von Krippenplätzen genutzt werden, sondern auch in Zusammenarbeit mit örtlichen Betrieben belegt werden. Gespräche seien in Altmoorhausen bereits zwischen dem Kindergarten, der Verwaltung und den im dortigen Gewerbegebiet ansässigen Firmen geführt worden, berichtete Schubert. Denkbar sei auch eine Ausdehnung dieses Modells auf Hude. Das bedeutet, dass dann auch Kinder aus anderen Gemeinden, deren Eltern in Hude arbeiten, aufgenommen werden. Ein solches Verfahren diene der Stärkung des Wirtschaftsstandortes Hude. Allerdings müssten auch hier, so Schubert, die endgültigen Anmeldezahlen abgewartet werden.
Krippenplätze könnten geteilt werden
