HUDE - HUDE/RED - Tagesmütter als Ergänzung zu Krippen und alterserweiterten Gruppen in Kindergärten – dafür setzt sich nach den Worten des Fraktionsvorsitzenden Thorsten Thümler die Huder CDU ein. Um sich über das Konzept der Kleinkinderbetreuung durch Tagesmütter eingehender zu informieren, hatte die CDU zu einem (allerdings dürftig besuchten) Bürgerabend eingeladen, der am Montag im „Haus am Bahnhof“ stattfand. Als Referentinnen waren Karin Pieper von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB, Hundsmühlen) und Daniela Saadhoff-Waalkens vom Familienservice Weser-Ems in Leer eingeladen. Auch Edeltraut Helms (Streekermoor), Vorsitzende des Vereins Tagesmütter für Delmenhorst/Oldenburg/Landkreis, antwortete auf Fragen (siehe Artikel unten).

„Wir favorisieren keines der drei Betreuungskonzepte, weil sich alle ergänzen“, sagte Thümler. Für die derzeit in den Gemeindegremien diskutierten Pläne zur Kleinkinderbetreuung sollten daher „Angebote entwickelt werden, bei denen sich die drei Möglichkeiten treffen“.

Die LEB habe erstmals 1990 Tagesmütter für ihre Tätigkeit qualifiziert, teilte Pieper mit. Auch zurzeit durchliefen wieder zehn Frauen den 160-stündigen Lehrgang (Infos: www.leb.de) . „Jede Förderung, die Kindern unter drei Jahren zugute kommt, erhöht deren Bildungschancen“, gab Pieper zu bedenken. Für die LEB und den Verein Tagesmütter komme es daher darauf an, Frauen zu vermitteln, die „die Befähigung haben, mit kleinen Kindern umzugehen“. Deshalb würden Interessentinnen eben auch entsprechend geschult. Zwar sei diese Ausbildung nicht mit derjenigen einer Kindergärtnerin zu vergleichen, doch komme in den meisten Fällen auch noch die eigene Alltagserfahrung als Mutter hinzu.

Saadhoff-Waalkens erläuterte, dass der Familienservice nicht allein für Frauen, die (wieder) ins Berufsleben einsteigen, von Nutzen sei. „Auch die Firmen profitieren von flexiblen Mitarbeitern.“

• Die CDU lädt für den morgigen Donnerstag, 20 Uhr, zu einem weiteren Info-Abend zum Thema in den „Wüstenlander Hof“ in Wüsting ein.