HUDE - Sachspenden vieler Huder Firmen sollen den Menschen helfen. Ziel ist insbesondere ein Krankenhaus im litauischen Salcininkai.
von Anja rohde
HUDE - „Wir haben schon Sorgen, dass wir nicht alles mitkriegen“, sagt Uwe Schubert und blickt auf die Ansammlung von Betten, Matratzen, Farbeimern und Rollen von Linoleum auf dem Hof der DRK-Sozialstation in Hude. All das geht heute früh auf die Reise nach Salcininkai, Litauen.Doch zunächst mussten die überwiegend von Huder Geschäftsleuten wie Firma Glass, Firma Peter Becker, Kosmetikstudio Hautsache, Stellmacherei Löwenstein und Baumschule Siefken gespendeten Hilfsgüter in einem Lastwagen verstaut werden. Der 40-Tonner ließ gestern allerdings auf sich warten, als sich die Mitglieder des Huder Vereins Kinderaugen zum Verladen der Spenden trafen, und Hudes Bürgermeister Axel Jahnz kam, um eine gute Reise zu wünschen. Der Ablauf verzögerte sich um mehrere Stunden. „Zur Not wird‘s eine Nachtschicht. Und morgen früh um sechs Uhr geht es dann los“, ließ sich Uwe Schubert, 1. Vorsitzender des Vereins Kinderaugen, die Laune nicht verderben. Und Franz-Herbert Bunjor fügte lächelnd hinzu: „Das wäre ein Problem, wenn wir keine Optimisten wären und nicht mit positivem Stress umgehen könnten...“.
Schirmherr des Transports ist das Autohaus Wendland, das das Begleitfahrzeug zur Verfügung stellt. Nicht nur Sachspenden wie Brillen, Kleidung und kosmetische Produkte auch eine Geldspende von 700 Euro vom Baustoffhandel Garms soll Einrichtungen in der litauischen Gemeinde zugute kommen. Das Krankenhaus, ein Altbau, der derzeit saniert wird und in dem rund 40 000 Menschen des Kreises Salcininkai versorgt werden, ist Schwerpunkt dieser zweiten Reise nach Litauen. Zur Ladung gehören ebenfalls ein Geburtsstuhl und ein Röntgengerät aus dem Krankenhaus Stenum.
Aber „Höhepunkt des Transports“, wie Schubert sagt, ist der voll funktionsfähige Rettungswagen, den Bernd Punschke, Leiter der DRK-Rettungswache Hude, selbst auf die rund 1700 Kilometer lange Reise bringen wird. Vor Ort wird Punschke in die Handhabung und Bedienung des Wagens und der Instrumente einweisen.
In Etappen kommt der Transport zum Ziel: Über die Partnerstadt Hudes, Nowe Miasto, in der Schubert sowie die fünf weiteren Mitreisenden einen Zwischenstopp einlegen werden, erreicht der Konvoi Salcininkai am Sonntag Abend. Der Montag und Dienstag ist für das Entladen vorgesehen. Am Mittwoch wird die Gruppe ein wenig die Umgebung erkunden und am Donnerstag und Freitag die Rückfahrt antreten, berichtet Schubert.
Doch bevor überhaupt an eine Rückreise gedacht werden kann, wollen die Vereinsmitglieder und ihre Begleiter noch zwei Buchen in den Außenanlagen vor dem Krankenhaus pflanzen und eine Bank zum Verweilen darunter aufstellen.
