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Krippen Betreuung ist Gemeinde lieb und teuer

Stephan Onnen

HUDE - Die Umsetzung des Rechtsanspruches auf einen Krippenplatz wird für die Gemeinde Hude teurer als geplant. Wie berichtet, soll im evangelischen Kindergarten „Regenbogeninsel“ eine zweite Krippengruppe eingerichtet werden. Um Platz zu schaffen, ist es erforderlich, eine Kindergartengruppe auszulagern. Als Standort ist die Pastorei vorgesehen. Im Kindergarten Altmoorhausen soll eine bestehende alterserweiterte Gruppe in eine Krippengruppe umgewandelt werden.

Bislang war die Verwaltung davon ausgegangen, die Pläne unter Einrechnung der Zuschüsse von Landkreis Oldenburg und Land Niedersachsen mit einem Defizit von 14 000 Euro umsetzen zu können. Tatsächlich stehen den nun ermittelten Baukosten in Höhe von 287 000 Euro aber nur Einnahmen von 196 250 Euro gegenüber, so dass 90 750 Euro nicht gedeckt sind.

Laut Fachbereichsleiter Uwe Schubert ist die Erhöhung in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Auslagerung einer Kindergartengruppe im Bereich des evangelischen Kindergartens nicht vom Land gefördert wird. Die Kosten für die Umbaumaßnahmen in der Pastorei belaufen sich auf 65 000 Euro. Der Landkreis Oldenburg beteiligt sich bei angemieteten Objekten mit 25 Prozent der Kosten (16  250 Euro). Die Eigenleistung der Gemeinde wird mit 45 750 Euro kalkuliert. Darüber zahlt die Gemeinde monatlich 865 Euro für die Anmietung der Räumlichkeiten und die laufenden Kosten.

Die CDU kritisierte im Sozialausschuss, dass die Gemeinde einen Großteil des Geldes in eine Fremdimmobilie investiere. Die Christdemokraten wollten von der Verwaltung wissen, ob es keine geeigneten gemeindeeigenen Immobilien gebe. Bürgermeister Axel Jahnz verneinte das ausdrücklich. Fachbereichsleiter Schubert verteidigte die Planung: Die Umwandlung „im Bestand“ sei erheblich günstiger als eine mögliche Neubaumaßnahme.

Die Kosten für die mit 106 000 Euro kalkulierte Schaffung einer zweiten Krippengruppe im Kindergarten „Regenbogeninsel“ bezuschussen das Land Niedersachsen und der Landkreis Oldenburg mit 90 000 Euro. Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 16 000 Euro. Zur Umwandlung einer alterserweiterten Gruppe in eine Krippengruppe im Kindergarten Altmoorhausen steuern Land und Kreis ebenfalls 90 000 Euro bei. 26 000 Euro muss die Gemeinde selber tragen.


Schubert hofft, durch Einsparungen und das Rechnen mit „spitzem Bleistift“, das Defizit von rund 90 000 Euro noch verringern zu können.

Im Kindergarten Regenbogeninsel werden 20 und im Kindergarten Altmoorhausen zehn neue Krippenplätze geschaffen. Für 2013 ist angedacht, im Huder Kindergarten Gänseblümchen eine alterserweiterte Gruppe in eine Krippengruppe umzuwandeln.

Ihre Spitzenposition bei der Ausstattung mit Kindergarten- und Krippenplätzen will die Gemeinde Hude ausbauen: So soll das Angebot an Kindergarten-Plätzen für Drei- bis Sechsjährige auf dem jetzigen Stand (zum 1. August 2012 sind 409 Plätze vorgesehen) erhalten werden und die Versorgungsquote mit Krippenplätzen auf 50 Prozent gesteigert werden.

Die Gemeindeverwaltung geht davon aus, dass bis zum 1. August 2013 mit dann 119 Krippenplätzen dem Rechtsanspruch auf Betreuung für jedes Kind, sobald es ein Jahr alt ist, Genüge getan werden kann.

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