HUDE - Birgit Lohmann-Liebezeit verlässt den Kulturhof. Die Leiterin der Huder Begegnungsstätte wechselt zum 1. Januar 2011 in den Dienst der Landesschulbehörde. Sie tritt eine neue Stelle an der Berufsbildenden Schule in Vechta an, um am dortigen Fachgymnasium Erzieher und Pädagogen auszubilden: „Mich reizt die neue Herausforderung. Es ist eine schöne Aufgabe, seine Erfahrungen weitergeben zu können.“ In Hude soll sie am 15. Dezember verabschiedet werden.

„Ihr Abgang ist ein herber Verlust“, bedauert Bürgermeister Axel Jahnz den Entschluss der 55-jährigen Erziehungswissenschaftlerin. Er hatte Birgit Lohmann-Liebezeit im Juni 2009 mit der Leitung des Kulturhofes betraut. Ihren Auftrag, in der Begegnungsstätte für frischen Wind zu sorgen und mit einer veränderten Organisationsstruktur neue inhaltliche Angebote zu schaffen und Nutzer unterschiedlichen Alters anzusprechen, hat sie mit Bravour erfüllt. Ihr gelang es, den Imageverlust, den ihre beiden Vorgänger durch finanzielle Unregelmäßigkeiten ausgelöst hatten, erfolgreich wettzumachen. Den Kulturhof in ein funktionierendes Mehrgenerationenhaus zu verwandeln, sei zwar eine große Kraftanstrengung gewesen, die ihr aber viel Freude bereitet habe, bilanziert Birgit Lohmann-Liebzeit: „Mein Herz bleibt hier“. Gerne wolle sie mithelfen, ihren Nachfolger einzuarbeiten. Mit der Neugestaltung des Außengeländes stehe noch ein großes Projekt an.

Axel Jahnz hatte sie Ende April 2005 zunächst als Präventionsbeauftragte ins Huder Rathaus geholt. „Das hat sich als sehr gute Entscheidung erwiesen“, wie er heute rückblickend sagt. Zuvor war sie 15 Jahre lang in der Kinder- und Jugendschutzarbeit beim Jugendamt des Landkreises Oldenburg und zwei Jahre lang als pädagogische Leiterin des Oldenburger Sign-Projektes tätig gewesen.

Überbrückt werden soll die Vakanz im Kulturhof durch den verstärkten Einsatz von Honorarkräften und mit einer kommissarischen Leitung. Dem am Donnerstag, 9. Dezember, tagenden Verwaltungsausschuss wird der Bürgermeister vorschlagen, Birgit Lohmann-Liebezeits Stelle auszuschreiben. Im Anforderungsprofil möchte Axel Jahnz erneut Kulturhof-Leitung und Präventionsarbeit verknüpft sehen: „Damit haben wir jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht. Im Kulturhof läuft die Arbeit hervorragend – so wird es auch in Zukunft bleiben.“