HUDE - In die faszinierende Welt des Specksteins tauchten am Wochenende die Teilnehmer eines RegioVHS-Kurses ein. Unter Anleitung von Sabine Harders fertigten sie kleine Skulpturen und fantasievolle Objekte aus Speckstein.

Jan Oekermann, Astrid Manemann, Ruth Meya-Meining, Astrid Pape-Westermann und Mieke Westermann waren zum Wochenendseminar „Stein-starke Kunst“ ins Kreativzentrum gekommen. „Wir sind alle glücklich, mal in einem kleinen Rahmen zu arbeiten“, sagt Kursleiterin Sabine Harders. „Dann ist viel mehr Zeit für den Einzelnen.“

Die Teilnehmer kamen aus Hude, Delmenhorst, Ganderkesee und Rethorn. Einige hatten bereits Erfahrung im Umgang mit Speckstein, andere arbeiteten zum ersten Mal mit ihm. Alle fünf waren jedoch nicht mit einer fertigen Idee zum Kurs gekommen, sondern wählten sich einen Stein aus und ließen aus ihm das Kunstwerk entstehen. „Das ist das Schöne am Speckstein“, sagt Sabine Harders. „Man fängt an, ohne zu wissen, was es wird, und entdeckt im Stein die Formen.“ Dadurch werde im Kursus auch kein Druck aufgebaut, weil es keine Konkurrenz um tolle Ideen gebe. „ Jeder wählt einen anderen Weg, um mit Speckstein zu arbeiten“, erklärt Sabine Harders.

Hat man sich erst einmal für einen Stein entschieden, werden mit Säge, Feile und Schmirgelpapier Kanten abgerundet, Vertiefungen ausgearbeitet, Maserungen nachempfunden und die Oberfläche geschliffen. Durch die Politur am Ende erhalten die Steine dann ihre endgültige Farbe und schimmern in verschiedenen Farbtönen von Weiß über Rosa bis hin zu Grün, Türkis und Schwarz.

Für Mieke Westermann ging am Sonnabend ein Traum in Erfüllung. „Ich wollte schon ganz lange etwas mit Speckstein machen“, erzählt die Sechsjährige. „Weil ich ihn so toll finde, seit ich von Mama ein Herz aus Speckstein bekommen habe.“ Ihr macht das Arbeiten mit dem Talkstein sehr viel Spaß. „Es ist auch überhaupt nicht anstrengend, denn das ist ein ganz weicher Stein“, sagt Mieke.


Auch Ruth Meya-Meining hat Freude an der Speckstein-Bearbeitung gefunden. Die Huderin hatte zuvor noch nie mit Speckstein gearbeitet. Jetzt würde sie am liebsten einen wöchentlichen Kursus besuchen.

Sabine Harders beriet die Teilnehmer bei der Entstehung ihrer Kunstwerke. Sie empfahl etwa das passende Werkzeug oder suchte gemeinsam mit den Teilnehmern nach Formen, die in einem Stein zu erkennen sind. „Die Teilnehmer sind sehr selbstständig“, freut sich die Kursleiterin. „Sie entwickeln Schritt für Schritt neue Ideen und sind sehr zufrieden.“ Sabine Harders blickt auf die fünf eifrigen Künstler und schmunzelt: „Das Schleifen ist entspannend und meditativ. Man hört ungern wieder auf.“