HUDE - Etwa 1400 Jugendliche aus allen Ecken Deutschlands schlugen am vergangenen Wochenende ihr Lager in einer Zeltstadt beim Deutschen Landjugendtag (DLT) in Ilshofen/Eckertshausen auf. Eines der 130 Zelte belegte die Landjugend Sandersfeld, die mit 23 Teilnehmern angereist war. Die Huder Delegation war zunächst mit der Bahn nach Bremen gefahren, um dort in den Sonderzug umzusteigen, der insgesamt 550 Landjugendliche nach Baden-Württemberg transportierte. „Allein das war schon ein Riesen-Erlebnis“, schwärmt der 1. Vorsitzende der Landjugend Sandersfeld, Arne Wachtendorf.

Den DLT-Veranstaltern – 350 Helfer der Landjugend Württemberg-Baden (WüBa) waren im Einsatz – zollt Wachtendorf ein großes Lob: „Was die auf die Beine gestellt haben, war gigantisch.“ Als Motto hatten die WüBas den Spruch „Mach’s mit" ausgewählt. Mit diesem Slogan wurde auf die vier Kernthemen des Wochenendes hingewiesen, die auch in einem Themendorf auf dem Gelände vertieft wurden: Grüne Berufe, gesunde Ernährung, Landflucht und nicht zuletzt AIDS-Prävention.

Arne Wachtendorf und seine Mitstreiter haben mit großem Interesse eine Podiumsdiskussion verfolgt, in der die Bundesvorsitzenden der Landjugend, Anne Hartmann und Gunther Hiestand, von prominenten Politikern wie Bundesministerin Ilse Aigner und dem Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg, Peter Hauk, noch mehr Einsatz für die Heimat der Landjugend gefordert haben. Dazu gehört auch, für eine flächendeckende Breitbandversorgung auf dem Land und für faire Lebensmittelpreise einzutreten.

In dem sich an die Podiumsdiskussion anschließenden Theaterstück „Praxis Dr. Feldblume“, das Landjugendliche aus Württemberg-Baden geschrieben und aufgeführt haben, wurden insbesondere Vorurteile rund um das Thema HIV aufgegriffen.

Exkursionen in die Region sind ein traditioneller Bestandteil des DLT. Die Auswahl reichte von einer Stadtführung durch Schwäbisch Hall über Wildwasser-Kanufahrten bis zur Besichtigung des Milchviehbetriebes im Nachbarort. „Wir waren überall vertreten“, berichtet Arne Wachtendorf.


Nicht nur aus der Luft beeindruckend war der Schriftzug von „Wir fürs Land“, den die 1400 Jugendlichen am Sonnabendnachmittag nachstellten. Die Sandersfelder haben das „N“ gebildet. Die Aktion, die auf das gesellschaftliche Engagement der Landjugend aufmerksam machen sollte, stärkte noch einmal das Gemeinschaftsgefühl: „Ich habe mich beim Landjugendtag wie in einer großen Familie gefühlt“, sagt Arne Wachtendorf.