HUDE - Der seit Herbst vorigen Jahres schwelende Streit um den geplanten Neubau eines Putenmaststalls mit 21 000 Aufzuchtplätzen an der Straße „Leckerhörne“ ist beendet: Antragsteller Joachim Strothotte hat am Freitag Bürgermeister Axel Jahnz mitgeteilt, dass er vom bisher gewählten Standort Abstand nehmen wird – und das ist durchaus wörtlich zu verstehen: Es wird ein neuer Standort anvisiert, „bei dem gewährleistet ist, dass es keine Konflikte mit benachbarten Nutzungen gibt“, betonte Jahnz. Wo das sein wird, ist nach Aussage des Bürgermeisters noch nicht spruchreif: „Wir befinden uns in der Abstimmung.“ Auch seien hierfür bauleitplanerische Weichenstellungen nötig.
Die Familie Strothotte zog mit dem Verzicht auf den bisherigen Standort die Konsequenzen aus einem Gespräch, das auf Initiative von Jahnz und dem Landkreis Oldenburg unter Beteiligung der Landwirtschaftskammer im Rathaus stattgefunden hatte. Dabei hatte der Bürgermeister den Antragsteller noch einmal eindringlich gebeten, über einen Alternativstandort, auch im Hinblick auf die künftige Betriebsentwicklung, nachzudenken.
Dieser Appell ist offenbar auf fruchtbaren Boden gestoßen: Joachim Strothotte erklärte am Freitag, dass er sich „aus Sicht der Entwicklungsfähigkeit des landwirtschaftlichen Betriebes“ für eine langfristige unternehmerische Perspektive entschieden habe. Dass sich dahinter eine Aussiedlung des sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Naturbad und Jugendherberge befindlichen Betriebes verbirgt, wollte Bürgermeister Jahnz nicht bestätigen, wertete Strothottes Entscheidung aber als „einmalige historische Chance“.
Er sprach der Familie Strothotte ein großes Lob für ihre Kompromissbereitschaft aus und dankte für die konstruktiven Gespräche. Es habe sich bewährt, in Ruhe nach Lösungen zu suchen, statt lautes Getöse anzustimmen.
