HUDE - Er selbst sagt über sich, er sei ein Huder Urgestein, nun verlässt er die Klostergemeinde in Richtung Afrika: Kinderarzt Dr. Jürgen Onken hat sich am Mittwoch in den Ruhestand verabschiedet.
Erst wird renoviert
Seit 1985 praktizierte Onken in Hude als Kinderarzt. Seine Praxis Auf der Nordheide 26 war zugleich sein Heimathaus. „Schon mein Vater hatte seine allgemein-medizinische Praxis hier im Haus“, berichtet Onken.
Derzeit werden die Räume noch renoviert. Am 12. April möchte dann Onkens Nachfolger Carsten Vocke dort einziehen. Allerdings nur rein beruflich. Denn noch wohnt der gebürtige Westfale mit seiner Frau und den beiden Kindern in Bremen. Dort hat der 37-Jährige neun Jahre lang im Klinikum Bremen Mitte gearbeitet.
Der Umgang mit Kindern war für Vocke die Motivation, Kinderarzt zu werden. Nach seinem Zivildienst als Sanitäter studierte er in Gießen Medizin und sammelte auch Erfahrungen in einem Londoner Kinderkrankenhaus.
In der Eröffnung seiner eigenen Praxis in Hude sieht er eine große Chance. „Als ich von der offenen Stelle gehört habe, war mir klar, dass ich hierher möchte.“ Den Stamm der Mitarbeiter wird Vocke von seinem Vorgänger übernehmen.
Gute Wahl getroffen
Auch in der Gemeinde freut man sich darüber, dass in Carsten Vocke ein neuer Kinderarzt für Hude gefunden werden konnte. „Es wäre für die Ärztesituation in der Gemeinde ein großer Verlust gewesen, wenn die Stelle nicht hätte besetzt werden können“, erklärte Bürgermeister Axel Jahnz. Jürgen Onken suchte bereits seit einem Jahr einen Nachfolger.
Mit seinem Nachfolger ist er sehr zufrieden. Einen guten Wunsch hat er von Kinderarzt zu Kinderarzt auch parat: „Ich wünsche ihm, dass er jeden Tag so gerne in die Sprechstunde geht, wie ich es immer getan habe.“
