HUDE - Noch arbeitet er im Klinikum Bremen Mitte, aber bald hat er eine eigene Praxis in Hude: Carsten Vocke wird in einigen Wochen die Kinderarztpraxis von Dr. Jürgen Onken übernehmen. Am 27. März wird Onken zum letzten Mal praktizieren. Aber der Nachfolger steht bereits in den Startlöchern. Über einen Freund von Jürgen Onken entstand der Kontakt zu dem Bremer Arzt. Man habe sich unterhalten und er habe sich vorstellen können, eine eigene Praxis in Hude zu eröffnen, sagt Carsten Vocke.
Der Kinderarzt stammt ursprünglich aus Nordrhein- Westfalen, wuchs in Dülmen zwischen Münster und dem Ruhrgebiet auf. Nach dem Zivildienst als Sanitäter studierte der heute 37-Jährige im hessischen Gießen Medizin. Im Klinikum Bremen Mitte arbeitet Carsten Vocke seit neun Jahren. Zwei Auszeiten nahm sich der Arzt – für eine Hospitation in einem Londoner Kinderkrankenhaus und für die Elternzeit.
Inzwischen ist seine Tochter Luca bereits sieben Jahre alt und sein Sohn Juri vier. Gemeinsam mit seiner Frau Dominique und den Kindern will Carsten Vocke vorerst in Bremen bleiben. „Wir sind dort sozialisiert, haben viele Freunde, und meine Tochter geht in Bremen zur Schule“, erzählt der Mediziner, der in seiner Freizeit gerne Fußball spielt und liest. Und das Pendeln nach Hude ginge ja gut.
Generell kann sich der Bremer ein Leben in Hude jedoch gut vorstellen. Die Einwohner seien offen und sympathisch, und er komme ja selbst aus einer Kleinstadt.
Die Motivation, Kinderarzt zu werden, war für Carsten Vocke der Umgang mit Kindern, den er „nach wie vor wunderbar findet“. Am 12. April wird der Bremer die neue Praxis eröffnen. Vorher wird dort renoviert. „Optisch wird viel passieren“, kündigt der Arzt an. Die Sprechzeiten werde er um den Freitag erweitern, ansonsten bleibe alles, wie es ist“, erklärt Carsten Vocke. In seiner Praxis wird er die medizinische Grundversorgung anbieten, aber auch „ein besonderes Auge auf die Rheumatologie und die Immunologie“ haben.
