HUDE - Mit der Bahnunterführung an der K 226 (Vielstedter Straße) beschäftigte sich der SPD-Ortsverein am Montagabend im Rahmen seiner Mitgliederversammlung bei „Burgdorf“. Eingeladen war auch die interessierte Öffentlichkeit.
Heiko Aschenbeck gab einen kurzen historischen Rückblick auf das bereits seit 1967 diskutierte Thema. In 40 Jahren, so Aschenbeck, seien schon „viele Schleifen“ gezogen worden. Aktuelle Diskussionsgrundlage war die gemeinsame Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses der Gemeinde Hude und des Bauausschusses des Landkreises, die jüngst in Hude stattfand und bei der über die von der FDP-Ratsfraktion beantragte Aufstellung eines neuen Bebauungsplans abgestimmt wurde. Dieser Plan berücksichtigt die neueste und
zugleich teuerste Ausbauvariante: ein Trogbauwerk mit integriertem Kreisverkehr – Bauzeit 22 Monate, Kosten 5,9 Millionen Euro.
Die Vorteile in der Verkehrsführung seien wegweisend für die nächsten 50 Jahre, so die Befürworter. Kritisch wurde gesehen, dass in den veranschlagten 5,9 Mio. Euro zum einen noch keine Folgekosten berücksichtigt seien, die sich zwangsläufig durch jahrelange Umleitung des Verkehrsflusses ergäben. Des Weiteren stünden noch die Äußerungen der Bahn aus, die sicher mit noch zu erfüllenden Normen aufwartet.
Befürchtungen, man hole sich mit dem Tunnel den Schwerlastverkehr nach Hude, entgegnete Aschenbeck mit dem Argument, dass es nicht Ziel sei, ein Bauwerk für den Schwerlastverkehr zu erstellen, sondern eines für den Lieferverkehr der ansässigen Firmen. Es sei auf jeden Fall auch eine Tonnen-Begrenzung vorgesehen. Tunnelbefürworter argumentierten, die Gestaltung von Verkehrssystemen müsse mit der Zeit gehen und nachhaltig sein – schließlich sei Mobilität wichtig für die Huder Bürger.
Der Landtagsabgeordnete Axel Brammer (SPD) forderte Kritiker und Befürworter des Vorhabens auf, einmal gemeinsam nach einer Schnittmenge zu suchen und sich auf das eigentliche Problem zu besinnen: die Entflechtung von Autoverkehr, Fußgängern und Radfahrern. Einig waren sich am Ende jedenfalls alle, Bürger und Politiker: Hude soll auch in Zukunft „zum Malen schön“ bleiben.
