HUDE - Sein Hut hat einen Durchmesser von mehr als 20 Zentimetern, in der Länge misst er 18 Zentimeter und sein Stiel ist fünf Zentimeter dick: Leonhard Skelniks Fund ist nicht ganz alltäglich. Beim Spaziergang mit Ehefrau Ute zum Nachbarn an der Friedrichstraße in Hude sah er am Straßenrand etwas Helles durch das Laub blitzen. Bei näherem Hinsehen erkannte er einen ungewöhnlich großen Pilz.
„Solch ein Riesending habe ich noch nicht gesehen“, sagt er. Als Jäger streift er häufiger durch die Wälder und hat schon einige Pilze für das Abendbrot mit nach Hause gebracht. „Meistens Champignons oder Bovisten“, so Skelnik. Viele der in der Huder Gegend vorkommenden Arten seien allerdings nicht genießbar.
Bei dem ungewöhnlichen Fund handelt es sich um einen Birkenpilz, auch Birkenröhrling genannt, der vornehmlich in der Nähe eben dieser Bäume wächst. Ganz sicher war sich Leonhard Skelnik nicht sofort, was für ein Exemplar er in den Händen hielt und vermutete zunächst, es handele sich um einen Butterpilz. „Wegen der schmierigen Schicht auf dem Hut“, sagt er. Doch Schwiegermutter Ruth Lohmüller, eine echte Pilzkennerin, belehrte ihn eines Besseren.
Essbar sei das gute Stück auf jeden Fall und landete noch am Fundtag in der Pfanne der Skelniks. Und zwar mit Speck und Zwiebeln zubereitet, angerichtet mit einem Wildgansgericht.
