HUDE - Nach den Osterfeiertagen begannen die Arbeiten im Bad. Der Aushub fürs zusätzliche Becken ist schon zu sehen.
Von Anja Rohde
HUDE - Es bewegt sich etwas im Naturbad Hude: Vor wenigen Tagen hat der Bauhof der Gemeinde Hude mit den Arbeiten zur Errichtung der Flachwasserzone begonnen und damit den 2. Bauabschnitt eingeläutet.Auf einem Teil der Liegewiese entsteht nun ein etwa 345 Quadratmeter großes Becken, das mit geringem Gefälle bis auf 1,50 Meter Tiefe absinkt, damit ein nahtloser Übergang zum großen Schwimmbecken geschaffen werden kann. Zwei Durchbrüche sollen in den kommenden Wochen angelegt werden, die später ein Durchschwimmen ins große Becken ermöglichen. Auf Holzstegen können Badegäste die Durchbrüche queren. Vor dem neuen Becken wird ein Strandbereich angelegt.
Diese Maßnahmen, die der Förderverein Naturbad Hude initiiert hat, haben nicht nur kosmetische Gründe: „Wir wollen die Attraktivität des Bades erhöhen. Aber das zusätzliche Becken dient auch der besseren Erwärmung des Wassers“, erläutert Fördervereinsvorsitzende Friedrich-Wilhelm Alten auch technische Vorteile. Bereits im vergangenen Jahr war eine neue Wasseraufbereitungsanlage mit entsprechenden Kapazitäten für die größere Wassermenge installiert worden (die NWZ berichtete). „Das meiste Geld liegt unter der Erde“, verweist Alten auf die hohen Kosten des Herzstücks der Anlage, die die Umwandlung vom Freibad ins Naturbad erst möglich macht. Etwa 350 Kubikmeter Wasser fasst das zusätzliche Becken. Alle Becken werden in den kommenden Tagen ebenfalls mit Spezialfolie ausgelegt, die den Wasserverlust durch poröse Beckenwände eindämmen soll.
Mit dem Aushub konnte der bereits bestehende Lärmschutzwall nun abschließend ergänzt werden. Der Wall von etwa zwei Metern Höhe begrenzt die Liegewiesen im südlichen Bereich des Bads. Dahinter liegen die Grundstücke der Anwohner. Die Tannen, die auf dieser Fläche gestanden hatten, hatte der Förderverein beseitigen lassen. „Wir mussten Liegewiese hinzu gewinnen und einen Ausgleich zur Fläche schaffen, die dem neuen Becken zugeschlagen wurde“, erläutert Alten. Der Wall soll mit heimischen Sträuchern wie Heimbuche, Liguster, Sommerflieder und Holunder bepflanzt werden. Der Förderverein plant, auch frei stehende Bäume auf der Liegewiese zu setzen.
Voraussichtlich Anfang Juli sollen die Arbeiten des 2. Bauabschnitts abgeschlossen und das Naturbad zu seiner ersten Saison eröffnet werden können. Der 3. Bauabschnitt soll im Jahr 2007 folgen. Die Sanierung des sanitären Bereichs und des Parkplatzes sind dann vorgesehen.
