HUDE/NEUENKOOP - „Gib dem Unkraut eine Chance“ forderte Rita Büsing mit dem Titel ihres Vortrages im Landgasthaus „Ton Drögen Schinken“. Dort trafen sich die Mitglieder des Landfrauenvereins Neuenkoop, um sich von der Hobbygärtnerin Tipps geben zu lassen, wie man Löwenzahn und Co zu gesunden Sachen verarbeiten kann.
Vor der Veranstaltung sammelte Büsing frische „Unkräuter“ und präsentierte den 40 Anwesenden eine wohlriechende Kräuterbutter auf frischem Baguette. Auch ihren Kräutertee „Quer durch den Sommer“ ließen sich die Landfrauen schmecken. Löwenzahn, Gänseblümchen, Minze, Brennnessel und anderes Unkraut, das viele als lästig empfinden, waren Teil des aromatischen Getränks. Das getrocknete Unkraut stammt aus dem vergangenen Jahr.
Auch Kräutersalz stellt Rita Büsing her. Die Qualität ihrer kleinen Leckereien bezeichnet sie als „1A“. „Wenn man so etwas gewerbemäßig betreiben würde, käme nicht solch eine Qualität heraus“, sagte Büsing. In ihrem großen Garten sammelt sie manchmal stundenlang Unkraut.
Viele nützliche Tipps hatte die Referentin, was man mit dem sonst überflüssigen Unkraut alles machen könne. Gegen Hautprobleme helfe beispielsweise der Sirup den man aus Löwenzahn gewinnt. Gut für den Magen ist die Schafgarbe. Den Saft des Breitwegerichs könne man auf Mückenstiche auftragen. Die Brennnessel sei sehr eisenhaltig und die kleinen Härchen würden bei der Stoffwechselerkrankung Gicht gut tun. „Die Brennnesselsamen lösten schon früher bei den Griechen ein Lustgefühl aus“, wusste Büsing zu berichten.
