Hude/Nordenholz - „Wir hatten doch schon einen Beschluss dazu“, zeigte sich Ratsherr Heiko Aschenbeck (SPD) aus Nordenholz irritiert. CDU, FDP und Freie Wähler wollten im Ausschuss für Gemeindeentwicklung nun aber doch nicht mehr so viel Geld für die Erneuerung eines Buswartehäuschens an der Langenberger Straße/Kreuzweg geben. Der Ortsverein Nordenholz sollte das in Eigenregie übernehmen, zusammen mit zwei weiteren Häuschen im Fachwerktyp an der Nordenholzer Straße, die im Bereich der Dorferneuerung liegen. Das war so besprochen.
Maximal 13 000 Euro sollte der Ortsverein Nordenholz für die Errichtung des Wartehäuschens erhalten, um den Ortseingang Langenberger Straße aufzuhübschen.
„Der Zuschuss ist zu hoch“, so Anke Schröder (FDP). Dieser Betrag stehe in keinem Verhältnis zu dem, was andere Dörfer für solche Maßnahmen erhalten hätten, meinte sie. 5000 Euro Zuschuss seien genug. Friedrich Schnabel (CDU) ging noch weiter: Das jetzige Häuschen an der Langenberger Straße sei absolut einwandfrei und in einem vorzeigbaren Zustand. Andere Häuschen in der Gemeinde seien in schlechterem Zustand. Dieser Bereich sollte wie alle anderen Bereiche in der Gemeinde behandelt werden, sah Schnabel ebenfalls bei 5000 Euro die Höchstgrenze des Zuschusses. Ursula Budde (Freie Wähler) fragte ebenfalls, ob es nicht günstiger ginge. Das ersparte Geld könne die Gemeinde verwenden für die noch immer nicht überall vorhandene Beleuchtung von Haltestellen, die dringlicher sei. Am Ende wurde mit acht zu sechs Stimmen empfohlen, nur noch maximal 5000 Euro bereitzustellen.
Bis zu 23 600 weitere Euro für die beiden Wartehäuschen an der Nordenholzer Straße sind dem Ortsverein bereits zugesagt worden. Das macht unterm Strich 28 600 Euro.
Vielleicht reicht es aus, um doch alle drei Fachwerkhäuschen im Sinne der Wünsche aus der Dorferneuerung zu bauen. Erste Angebote lagen laut Aschenbeck pro Häuschen bei 7000 bis 9000 Euro.
