Hude/Nordenholz - „Schüsseltreiben“ nennen die Jägerinnen und Jäger das gemütliche Beisammensein nach der Jagd. Das hat Tradition und wird von Signalen der Jagdhornbläser eingeleitet. Auch auf dem Nordenholzer Hof erklangen jetzt diese Signale. Zuvor gab es „Saut tot!“ und „Reh tot!“ zu hören. „Damit erweisen wir dem erlegten Wild die letzte Ehre“, erklärte Rudolf Tönjes von den Jagdhornbläsern Ganderkesee-Hude die uralte Tradition. Die Jagdhornbläser leiteten einen Abend ein, der unter dem Motto „Wild & Wein“ stand. Dazu hatte der Nordenholzer Hof eingeladen, natürlich unter Einhaltung der aktuellen Bestimmungen.
Regional und saisonal
Das Restaurant unter der Regie von Michael Niebuhr besteht seit rund fünf Jahren. Niebuhr hat dabei von Anfang an auf eine sehr regionale und saisonale Küche gesetzt. So gab es schon auf der Sommerkarte Wildgerichte. „Das ging sogar bei 30 Grad durch die Decke“, freut sich Niebuhr über die große Resonanz auf die sommerliche Wild-Karte.
„Unser Konzept, weitgehend mit regionalen und saisonalen Produkten zu arbeiten, setzen wir noch bewusster ein. So können wir Qualität und Frische bieten, die höchsten Ansprüchen genügen“, sagt die Assistentin der Geschäftsführung, Sara Michel.
Das Küchenteam kenne die Lieferanten persönlich. Viele on ihnen kommen laut Michel direkt aus Hude und der nahen Umgebung. Auch das Wild auf der Karte kommt aus heimischen Revieren.
Infos und Anekdoten
Und so gab es für die Gäste an diesem Abend nicht nur Kulinarisches, sondern auch Informationen und Anekdoten über die Jagd von den beiden Jägern Toni Tönjes (Jagdgebiet Nordenholzer Moor) und Hergen Raschen (Jagdgebiet Nordenholz).
Das Menü des Abends
Die Gäste genossen Wildschinken mit Portweinbirne und Melone, eine Wildconsommé mit Maultasche, Trüffel-Wildklöße und einen Wildtopf vom hiesigen Wild. Vom Grill gab es Kurzgebratenes vom Wild im Baconmantel mit Rosmarin, dazu Kartoffelrösti und Chutney. Für Michael Niebuhr ist wichtig, dem ganzen Tier Achtung zu schenken und vom Knochen bis zur Keule alles zu verarbeiten. Passende Weine stellte Romeo Pavlovic vom Weintresor Oldenburg vor.
Der Abend rund ums Wild füge sich wunderbar in die Reihe „Regionales“ ein, die der Nordenholzer Hof auf seiner Internetseite gestartet habe. Man Besuche die einzelnen Produzenten, um vor Ort zu zeigen, wie dort gearbeitet werde, so Sara Michel. Besucht worden sind laut Michel bereits der Alfkens Hof, der Hühnerhof Coldewey und der Nordenholzer Honig-Hof in direkter Nachbarschaft.
Die Themen-Abende im Nordenholzer Hof werden sehr gut angenommen. Bereits ausverkauft sind auch der Honig-Abend mit Imker Götz Neuber am 8. Oktober und der Abend „Wein & Musik“ am 15. Oktober mit dem Huder Pianisten Josef Barnickel.
