HUDE - Insbesondere Pädagogen und Kinder hätten den Weg zum Stand gefunden, sagt Schlöndorff. Auch das 18. Abenteuer des Bücherwurms reiste mit zur Buchmesse.

von Anja Rohde

HUDE - „Warum heißt er Hudefix?“ – „Weil er aus Hude kommt.“ – „Und wo liegt das?“ Dialoge dieser Art spielten sich oft ab auf der Leipziger Buchmesse, berichtet Peter Schlöndorff, Schöpfer des Bücherwurms Hudefix.

Sobald er auf der Messe aus den kleinen Büchern vorlas und Grafikerin Andrea Schmidt, die dem Bücherwurm ein Gesicht gegeben hat, mit der Plüschpuppe dazu spielte, sei der Stand von Kindern umringt gewesen. Aber nicht nur Jungen und Mädchen waren von Hudefix begeistert. „Insbesondere Pädagogen haben den Weg zu unserem Stand gefunden. Die erkennen den erzieherischen Wert des Bücherwurms“, sagt Schlöndorff.

Hudefix, der als Werbeträger für Firmen der Gemeinde Hude allerlei Abenteuer erlebte, soll nun auch überregional bekannt werden. „Wir kämpfen um den Kerl und wollen erkunden, was für ein Markt besteht“, nennt Schlöndorff ein Ziel seiner Reise nach Leipzig. Dass der Name Hudefix dabei ein Hindernis darstellen könnte, glaubt der 62-jährige gebürtige Bremer, der bereits seit mehr als 30 Jahren in Hude lebt, nicht. „Er muss nicht umgetauft werden, denn jede Figur hat ein Zuhause“, betont Schlöndorff. Und dann ergeben sich eben Gespräche, in denen nach diesem „Zuhause“ gefragt werde. Dass dies zum Vorteil der Gemeinde ist, hat auch die Touristik-Palette erkannt, die das 18. Abenteuer des Bücherwurms bei seinem Erfinder in Auftrag gegeben hatte (die NWZ berichtete). In ihm erkundet der knallrote Bücherkobold auf Streifzügen die Sehenswürdigkeiten nicht nur der Gemeinde Hude, sondern auch von Lemwerder, Berne und Ganderkesee.

100 Exemplare verteilte Schlöndorff auf der viertägigen Buchmesse, die am vergangenen Wochenende zu Ende ging. Im April soll die Veröffentlichung offiziell vorgestellt werden, die dann zukünftig Touristen ausgehändigt wird. Bei diesen Büchlein bestehe nicht die Gefahr, dass sie in den Papierkorb wanderten wie Broschüren und Handzettel über die Gemeinde, ist sich der 62-Jährige sicher.


Schlöndorff war zufrieden mit dem Verlauf der Messe, bei der er nun zum fünften Mal in Folge – davon 2006 und 2007 als Aussteller, sonst als Besucher – zu Gast war. Bislang hat sie ihm beruflich Glück gebracht, denn auch die Grafikerin und Illustratorin der Geschichten, Andrea Schmidt, die aus Zwickau stammt, hat er auf der Leipziger Buchmesse im Jahr 2003 durch Kontakte kennen gelernt.

„Ich bin fasziniert von der Buchmesse. Ich brauche die Atmosphäre“, sagt Schlöndorff. Auch 2008 wird er wieder mit dabei sein, so viel steht fest. Ob aber als Zuschauer oder mit einem eigenen Stand, vermag er heute noch nicht zu sagen.