HUDE - Wer zurzeit in Hude Jugendliche in orangenen Warnwesten, mit Schubkarre, Harke und Schaufel bewaffnet, in Garten- und Parklandschaften herumwerkeln sieht, sollte sich nicht wundern. Denn seit Montag sind diese im Rahmen des Ferienjob-Programms im Auftrag der Gemeinde unterwegs.
Beginn um 7 Uhr
Dazu gehören auch Christina Kurdom (16) und Julian Karger (18). Um sieben Uhr standen sie am Dienstag, ihrem zweiten Arbeitstag, schon auf der Matte, um sich in den Sommerferien ein paar Euro dazu zu verdienen. Auf das Angebot aufmerksam geworden sind die beiden auf verschiedenen Wegen. „Ich habe eine Meldung in der Zeitung gesehen“, erzählt Christina. Daraufhin bewarb sie sich und bekam eine Zusage. Julian arbeitet nicht das erste Mal für die Gemeinde: „Ich habe schon im letzten Jahr bei dem Programm mitgemacht. Das hat mir sehr gut gefallen. Daraufhin habe ich mich in diesem Jahr noch einmal beworben.“ Und auch das hat augenscheinlich geklappt.
Zu den Aufgaben der Schüler gehören unter anderem das Harken von Beeten, die Pflege von Hecken und das Säubern von Pflastersteinen. Gearbeitet wird immer werktags bis 12 Uhr. Zwei Wochen wird Christina nun ihre Arbeit für die Gemeinde verrichten, Julian nur eine. „Wir konnten ganz flexibel angeben, wie lange wir arbeiten möchten“, erklärt der 18-Jährige.
Zwei Wochen Maximum
Das Maximum, wie lange ein Jugendlicher arbeiten darf, seien aber zwei Wochen. Dies hat unter anderem Barbara Claußen, Personalsachbearbeiterin der Gemeinde und zuständig für die Abwicklung der Ferienjobs, festgelegt. „Wir wollten auf diese Weise so vielen Jugendlichen wie möglich die Chance geben, einen Ferienjob zu bekommen“, erklärt Claußen. Es hätte in diesem Jahr wie erwartet mehr Bewerbungen als Stellen gegeben.
Bereits im vierten Jahr bietet die Gemeinde das Ferienjob-Programm an. Bewerben konnte sich jeder Schüler ab 16 Jahren. „Wir achten sehr darauf, dass sich nur Schüler bewerben. Es soll nämlich wirklich nur ein Angebot für deren Sommerferien sein, damit sie dort ein bisschen Geld verdienen können“, so Claußen. Die hauptsächlichen Aufgaben seien immer die Pflege von Park- und Gartenlandschaften. Das Programm läuft insgesamt vier Wochen.
Gute Erfahrungen
In den vergangenen Jahren hätte es sehr gute Erfahrungen mit den Jugendlichen gegeben. Sie hätten fleißig gearbeitet und ein gutes Pensum abgeliefert. „Natürlich arbeiten die Jugendlichen nicht so viel wie ein gelernter Gärtner, aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache“, meint Claußen.
In diesem Jahr hat Hude das Programm in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ganderkesee angeboten. Ob die Schüler das Ferienjob-Programm im nächsten Jahr allerdings wieder in Anspruch nehmen können, steht noch nicht fest.
