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ROTES KREUZ Zwanzigtausend Stunden Ehrenamt

HUDE - Im Mittelpunkt standen die Jahresberichte der Rotkreuzgemeinschaften. Außerdem wurden viele Ehrenamtliche geehrt.

Von Kristian KLooß

HUDE - Auf 20 610 Stunden ehrenamtliches Engagement blickte der Huder Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes am Mittwoch bei seiner Jahreshauptversammlung zurück. „Ein großartiger Wert“, wie Kreisbereitschaftsleiterin Astrid Zinner nach der Ehrung von gleich zehn Jubilaren betonte. „Wenn man das runterrechnet auf die hauptaktiven Ehrenamtlichen, dann kommt man auf rund 250 Stunden pro Kopf.“

Die Wiederwahl des Kassenwartes UIlrich von Maydell – der zuvor über ein sattes Plus in der Kasse berichtet hatte – war schnell geschehen.

Im Mittelpunkt des Abends standen vielmehr die schon erwähnten Ehrungen und die Jahresberichte, die von den Vertretern der sieben Huder Rotkreuzgemeinschaften vorgetragen wurden.

So berichtete Axel Meyer über die Arbeit des Jugendrotkreuzes, darunter viele Aktionen und Informationsnachmittage unter anderem an der Peter-Ustinov-Schule, im Kreishaus Wildeshausen und im Huder Hallenbad. Auch an das Zeltlager in Lathen wurde erinnert. Insgesamt habe das Jugendrotkreuz 1561 Stunden arbeitet geleistet.


Bernd Punschke referierte anschließend über die Arbeit des Rettungsdienstes. So seien die Ehrenamtlichen 2808 Stunden mit Notarzteinsatzfahrzeugen (NEF) und 8616 Stunden mit Rettungswagen (RTW) unterwegs gewesen. In der Zentrale seien 2508 Arbeitsstunden angefallen. Bernd Punschke wies die Anwesenden gleichzeitig auf die Problematik hin, „dass Rettungshelfer wegen einer Gesetzesnovellierung nicht mehr wie bisher im regulären Rettungsdienst eingesetzt werden dürfen.“ Hier bestehe bezüglich der Ausbildung von ehrenamtlichen Helfern Handlungsbedarf.

Über die Arbeit des Sanitätsdienstes und der Schnelleinsatzgruppe (SEG) informierte Eike Mitschker. „Die Bereitschaft des Huder DRK-Ortsvereins war im vergangenen Jahr wieder sehr fleißig“, sagte er. Besonders sei dies beim Sanitätsdienst der Fall gewesen, wo neben den Standarddiensten wie Reitturnieren auch Einsätze bei den Fußballspielen des SV Werder Bremen und in der Weser-Ems-Halle auf dem Plan standen. Die SEG habe ihr Können vor allem bei ihrem Versorgungseinsatz während des Hochwassers in Lüchow-Dannenberg unter Beweis stellen können. Insgesamt habe die Bereitschaft im vergangenen Jahr 1881,5 Stunden geleistet, rechnete Eike Mitschker zusammen.

Über die Verpflegungsgruppe wusste der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Bodo Struthoff Einiges zu berichten. Denn am Katastropheneinsatz beim Elbehochwasser in Lüchow-Dannenberg hatte er selber teilgenommen. Mit Vor- und Nacharbeit habe dieser Einsatz 408 Stunden gedauert. Der zweite Einsatz war hingegen eher eine Übungsgelegenheit. Anfang September versorgte die Verpflegungsgruppe die Gäste des Huder Bürgerfestes. Dabei seien 182 Stunden zusammengekommen.

Für die Gruppe soziale Betreuung legte Doris Schneidereit den Jahresbericht vor. „Das Jahr ist in der Kleiderkammer und beim Blutspenden gut verlaufen“, sagte sie. 16 700 Teile seien in der Kleiderkammer ausgegeben worden, 1258 Menschen hätten ihr Blut gespendet.

Über die Sozialarbeit des Ortsvereins – also den Besuchsdienst, den Singkreis und die Ausrichtung der Seniorennachmittage – sprach Erika Schepker. „Vor allem die Seniorennachmittage werden immer besser angenommen“, sagte sie. Rund 820 ehrenamtliche Stunden hätten die Helfer investiert.

Einen besonders ausführlichen Bericht über die Arbeit des Rolli-Treffs gab zuletzt Klaudia Peters. Von der Herausgabe einer Infobroschüre für Rollstuhlfahrer, über Podiumsdiskussionen und Auszeichnungen, bis hin zu einem Auftritt der Rollstuhl-Tanzsportgruppe in der Weser-Ems-Halle.

Auch die Gäste vom DRK-Kreisverband – Günter Bartels und Hans Hubmann – lobten die Arbeit der Huder.

Die Geehrten

Mit Urkunden und Ehrennadeln

wurden folgende ehrenamtliche Helfer ausgezeichnet:

Für fünf Jahre im DRK Ortsverein Hude erhielt Jens Ostendorf eine Ehrennadel. Für jeweils zehn Jahre wurden

Andreas Dorn, Ingrid Honholt und Carsten Voigt ausgezeichnet. Für fünfzehn Jahre Carmen Scholte und Daniel Bartels. Und schließlich für zwanzig Jahre Michael Hobbie, Bernd Punschke, Jörg Lencer und Edeltraud Oeltjen.
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