HUDE - Es riecht nach Chlor, es ist stickig und düster, und die Decke hängt nur wenige Zentimeter über dem Kopf. Uwe Schubert, Fachbereichsleiter der Gemeinde Hude, und Knud Vormschlag, Ingenieur vom Büro Polyplan, stehen hinter den Kulissen des Hallenbades und sind stolz: Der zweite von insgesamt fünf Bauabschnitten ist abgeschlossen. Am Dienstag haben Arbeiter die letzten Rohre mit Dämmung ummantelt.

Dieser zweite Bauabschnitt galt vor allem dem Heizungs- und dem Lüftungssystem des Hallenbades. Ihre Sanierung soll maßgeblich dazu beitragen, dass zukünftig 20 bis 25 Prozent der Energie eingespart werden können, erklärt Schubert. Vor allem sei es aber eine Maßnahme der Substanzerhaltung, ergänzt Vormschlag: In den vergangenen 38 Jahren sei die Technik stark gefordert gewesen, jetzt seien Heizung und Lüftung wieder fit für die nächsten 30 Jahre.

Wichtigste Änderung in der Heizungsanlage sind zwei neue Kessel. Außerdem wurden die bisherigen Pumpen durch stromsparendere Modelle und die alte Steuerung durch einen modernen Regler ausgetauscht, berichtet Vormschlag. Erneuert wurde auch die vom Chlorwasser zerfressene Anlage der Wärmebänke, verzinkte Heizung und die Edelstahlrohre versprechen eine dauerhaftere Lösung.

Das Kanalsystem der Lüftungsanlage konnte größtenteils erhalten werden, erklärt Schubert. Nur wenige Meter mussten verlegt werden, um künftig die Wärme der Abluft nutzen zu können. Alle Rohre wurden zudem von innen gereinigt und von außen gedämmt.

Wichtigste Neuanschaffung sind in diesem Bereich die neuen Lüftungsgeräte. Das kleinere für die Umkleiden befindet sich weiterhin im Keller. Die größere für die Halle wurde ausgelagert und summt nun draußen vor sich hin. Weil sie zu spät geliefert wurde, hatte das Hallenbad bei der Wiedereröffnung im September mit tropischer Feuchtigkeit zu kämpfen.


Nach Angaben des Planungsbüros hat dieser zweite Bauabschnitt rund 330 000 Euro gekostet, 30 000 Euro weniger als geplant. Im nächsten Sommer soll nun die Wasseraufbereitung modernisiert werden. Im vierten Abschnitt wird dann die bereits im vergangenen Jahr begonnene Sanierung der Außenhülle vervollständigt. Später sollen unter anderem die Innenräume für mehr Barrierefreiheit umgestaltet werden.

Stefanie Dosch
Stefanie Dosch Politikredaktion/Newsdeskmanagerin