Hude - Hude hat fleißig in sein Verkehrsnetz investiert: Satte 448 000 Euro hat die Gemeinde in diesem Jahr in die Straßensanierung gesteckt. 2019 sind im Haushalt sogar 525 000 Euro vorgesehen. Und das aus gutem Grund.
„Wenn wir mehr investieren, sinken auf der anderen Seite die Kosten für den Unterhaltungsbedarf“, erklärt Saskia Hartmann von der Huder Gemeindeverwaltung. Eine Straße, die in diesem Jahr saniert wurde, ist die Friedrichstraße. Eigentlich sollte sie in drei Arbeitsschritten fertiggestellt werden, doch der Zweckverband Kommunalservice Nordwest hatte die Abschnitte zwei und drei letztlich zusammengelegt und so die Fahrbahndecke in einem Schwung ausgebessert. Der erste Abschnitt wurde schon 2017 saniert.
Aber nicht nur das. Die Straße sei zudem noch erweitert worden, wie Daniel Woike vom Zweckverband erklärt. Für zwei Autos sei es nämlich schon recht knapp gewesen. Zunächst wurden die alten Betonplatten von den Klinkern genommen, anschließend wurde dann das Erdreich am Straßenrand für die Verbreiterung leicht ausgekoffert. Abschließend wurde alles mit Schotter verfüllt, ein Kunststoffgitter drauf gesetzt und ein Vlies darüber gelegt. „Damit soll verhindert werden, dass die Straße am Rand Risse bekommt“, erklärte Woike. Außerdem wurden die Grundstückszufahrten an die neue Deckenhöhe angepasst.
Aber nicht nur die Friedrichstraße wurde in diesem Jahr saniert. Auch die Fahrbahndecke im Hurreler Weg, im Deichweg, Neuenweger Reihe und am Lemmeldamm wurde ausgebessert. Instandgesetzt wurden unter anderem noch die Straße Am Hartekamp, Rabenstroth, Heinrich-Dreyer-Straße, Stöverskamp, Ströhenweg, Schützenstraße. Der Haushaltsansatz für diese Unterhaltungsmaßnahmen – unter anderem das Stopfen von Schlaglöchern – lag in diesem Jahr bei 225 000 Euro. Für das kommende Jahr wird er gleich groß sein.
Und ein paar Maßnahmen stehen bereits für das kommende Jahr fest. Da einige Straßen, die eigentlich für das Jahr 2018 angedacht waren, aus den verschiedensten Gründen nicht saniert werden konnten, wurden diese auf 2019 verlegt. Dazu gehört beispielsweise die Straßen Am Sandfang und der Hauptmoorweg. Entscheiden wird das allerdings der Fachausschuss. „Wir werden mit unserer Vorschlagsliste in den ersten Ausschuss des Jahres gehen“, sagt Hartmann. Denn je früher der politische Entschluss steht, desto eher kann der Zweckverband die Ausschreibung fertigstellen.
Große Planänderung sollte es jedoch nicht mehr geben. Schließlich kommt zwei Mal im Jahr der eigens eingerichtete Arbeitskreis „Straßensanierung“ zusammen. Darin sitzen nicht nur die Vertreter der einzelnen Ratsfraktionen, sondern auch Hartmann sowie Woike und Dietrich Fischbeck vom Zweckverband. Hier wird darüber geredet, wo dringender Handlungsbedarf besteht. Die Huder haben allerdings eine komfortablen Situation: Sie würden keinen Sanierungsstau vor sich herschieben, wie es in anderen Kommunen durchaus der Fall ist, erklärt Hartmann.
