HUDE - HUDE - „Wer über Scotch Whisky redet, spricht automatisch auch von Schottland“, sagt Holger Meyer. Und genau das hat das Mitglied im Huder „McQuaich Single Malt Whisky Club“ am Dienstagabend getan: Aus Anlass der dritten „Celtic Days“ erläuterte Meyer rund 20 Teilnehmern eines Vortrags mit Verkostung im Kreativzentrum an der Von-Witzleben-Allee Geschichte und Geheimnisse des Whisky.
„Ich habe angefangen, mich näher für ihn zu interessieren, seit ich dieses wunderbare Land bereise“, berichtete Meyer. „Jeder Scotch spiegelt die Region wider, aus der er kommt.“ Das verwendete Wasser könne etwa eine torfige Note haben oder nach Heide schmecken. Auch die Art und Weise, wie das Korn gewendet wird, oder wie lange der Whisky in Eichenfässern lagert, unterscheidet die Sorten. „Das kann zwischen zehn und 50 Jahren dauern“, erläuterte Meyer. Je länger Whisky reife, desto wertvoller werde er.
Ehe die Teilnehmer verschiedene Sorten probieren konnten, nahm Meyer sie mit auf eine Reise durch die Geschichte des Getränks. Auch dessen traditionelle Herstellung war Thema.
Schon die Surer im Zeitraum um 6000 vor Christus hätten alkoholische Gärung entdeckt, erläuterte Meyer. Die Technik der Destillation hätten die Römer aus Arabien mit nach Europa gebracht, auf den britischen Inseln sei sie durch den heiligen Mönch Patrick heimisch geworden.
Patrick gilt als Ire, die Schotten behaupten, er habe die Technik in Schottland kennen gelernt: „So streiten sich Schotten und Iren bis heute, wer den Whisky erfunden hat“, berichtete Meyer. Der Name „Whisky“ ist dabei eine englische Verballhornung des gälischen „Uisge Beatha“, zu deutsch „Wasser des Lebens“.
Holger Meyer vertrat den erkrankten Ralf Galke, der den von ihm erarbeiteten Vortrag nicht halten konnte.
Das Festival: www.celticdays.de
