HUDE - Finanzkrise hin oder her – auch wenn sich in diesem Jahr vielleicht etwas weniger Geld im Portemonnaie der Huder befindet, so werden sie seit Montag wieder in den Huder Geschäften in allen Farben und Formen gekauft: die Rede ist von Feuerwerkskörpern.
„Bis jetzt sind wir sehr zufrieden“, zog Jennifer Brunken, bei Marktkauf verantwortlich für den Feuerwerksverkauf, am Montagmittag ein erstes Resumee. Mit der Geschäftsöffnung um 8 Uhr morgens kam der erste Ansturm auf die Böller, Raketen und Knallfrösche. Jennifer Brunkens Kollegin Brigitte Lind war unentwegt damit beschäftigt, Nachschub aus dem Lager zu holen. Schließlich dürfen per Gesetzesbeschluss nicht mehr als 100 Kilogramm des explosiven Materials im Verkaufsraum ausgelegt sein.
Am beliebtesten seien in diesem Jahr wieder Tischfeuerwerke in allen Größen. Der Renner schlechthin: der so genannte „Vulkan“. Er wird im Freien auf dem Boden verwendet und „sprüht“ nach dem Anzünden einige Sekunden lang in allen Farben. „Die Leute wollen heutzutage nicht nur knallen, sondern etwas fürs Auge“, weiß Jennifer Brunken.
Den Klassiker unter den Feuerwerkskörpern, die Raketen, gibt es allein in acht verschiedenen Sorten bei Marktkauf. Wie die hinterher am Himmel ihre Funken versprühen, können Kunden schon vorab in einem Demonstrations-Video sehen.
Neu in diesem Jahr sind spezielle Raketen, die statt einer Spitze eine Kugel gefüllt mit explosivem Material am oberen Ende aufweisen. „Die sollen bis zu 90 Meter hochgehen“, sagt Brigitte Lind. Auch für Kinder gibt es spezielle Sortimente mit Knallerbsen und kleinen Partybomben mit Konfetti darin. „Viele Großeltern kaufen die Silvesterartikel für ihre Enkelkinder“, beobachtet Jennifer Brunken.
„Schön bunt muss es sein und sprühen und funkeln“, weiß auch Ulrike Schumacher, Filialleiterin bei Netto an der Parkstraße. Über mangelndes Interesse konnte auch sie sich am Montag nicht beklagen. „Der Verkauf ist sehr stark angelaufen“, sagt sie. Der erste Tag sei immer der beste.
Bei Netto wurde das Feuerwerkssortiment in den vergangenen Jahren immer mehr ausgeweitet. „Böller gehen zurzeit nicht mehr so gut wie früher“, sagt Ulrike Schumacher. Dafür würden Raketen und vor allem Tisch- und Bodenfeuerwerke bevorzugt, sagt die Huder Filialleiterin. Sie glaubt, dass trotz der Finanzkrise die Deutschen in diesem Jahr nicht beim Feuerwerk knausern. „Dafür geben sie noch einmal richtig Geld aus, gespart wird erst im neuen Jahr“, vermutet sie.
Eher schleppend angelaufen ist der Feuerwerksverkauf hingegen bei Spielwaren Schote. „Feuerwerksartikel gibt es heute überall. Da kaufen die Leute dort, wo sie auch ihre Lebensmittel für den Silvesterabend holen“, so Roswitha Klein vom Huder Spielwarengeschäft. Deshalb fällt das Angebot dort auch geringer aus als in den Vorjahren. „Wir bieten nur noch das an, was am meisten gekauft wird“, sagt Roswitha Klein. Das sind auch bei Schote Raketen und Tischfeuerwerke.
